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Framer oder WordPress? 10 Fragen zur Entscheidung

2 Min. LesezeitMatthias RadscheitMatthias Radscheit
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Gehen Sie die Liste ehrlich durch. Jedes „Ja" bei einer WordPress-Frage ist ein Argument für WordPress – und umgekehrt.

1. Werden mehrere Personen die Website redaktionell pflegen? Wenn Kolleginnen oder Kollegen ohne technisches Vorwissen Inhalte aktualisieren, Beiträge freigeben oder Seiten anlegen sollen: WordPress. Die Redaktionslogik ist ausgereifter und für Teams besser geeignet.

2. Soll die Website in den nächsten drei Jahren wesentlich wachsen? Mehr Seiten, neue Sprachversionen, ein integrierter Shop, ein Kundenbereich – wenn das auf der Roadmap steht oder wahrscheinlich ist: WordPress. Framer kommt bei wachsenden Anforderungen schnell an strukturelle Grenzen.

3. Ist die Website mehrsprachig oder wird sie es werden? Mehrsprachigkeit ist in WordPress mit bewährten Plugins wie WPML gut gelöst. In Framer ist sie möglich, aber aufwändiger und weniger flexibel. Klare Empfehlung: WordPress.

4. Soll ein Shop integriert werden oder ist E-Commerce geplant? WooCommerce ist tief in das WordPress-Ökosystem integriert und für die meisten mittelständischen Anwendungsfälle ausreichend. In Framer gibt es keine native Commerce-Lösung.

5. Haben Sie strenge Anforderungen an Datenschutz und Datensouveränität? Framer ist ein US-amerikanischer Dienst. Wer Kontrolle über Datenspeicherort und Infrastruktur benötigt, ist mit WordPress auf eigenem Hosting – bevorzugt bei einem deutschen Anbieter – besser aufgestellt.

6. Soll die Website an bestehende Systeme angebunden werden? CRM, ERP, Buchungssystem, Newsletter-Tool – für Integrationen dieser Art ist WordPress die flexiblere Plattform. Das Plugin-Ökosystem und die offene API-Architektur machen Anbindungen deutlich einfacher.

7. Steht Design und visuelle Wirkung klar im Vordergrund, und sind die Inhalte überschaubar? Wenn die Website primär repräsentativ ist – Leistungen, Team, Referenzen, Kontakt – und Design das wichtigste Kriterium ist: Framer ist eine legitime Wahl und in der Umsetzung oft schneller.

8. Wollen Sie langfristig unabhängig vom Dienstleister bleiben? Mit WordPress gehören Ihnen Code, Daten und Infrastruktur. Sie können jederzeit den Hoster oder die Agentur wechseln. Bei Framer sind Sie an die Plattform gebunden – eine Migration ist aufwändig.

9. Ist Ihnen eine aktive Entwickler-Community und langfristiger Support wichtig? WordPress hat das größte Ökosystem an Entwicklern, Agenturen und Supportanbietern weltweit. Expertise ist leicht zu finden, auch wenn ein Dienstleister ausfällt. Bei Framer ist der Markt deutlich kleiner.

10. Ist die Website ein einmaliges Projekt oder ein langfristiges digitales Asset? Wer eine Website als strategisches Instrument begreift, das wächst, integriert wird und redaktionell bespielt wird, sollte in eine Plattform investieren, die das von Anfang an vorsieht. Das ist WordPress. Wer eine sauber gestaltete Visitenkarte im Web braucht, die stabil bleibt und gut aussieht, kann mit Framer sehr gut fahren.