Anleitung: Wie man mit Directus ein PIM erstellt

An­lei­tung: Wie man mit Di­rec­tus ein PIM er­stellt

Ein pra­xis­ori­en­tier­ter Leit­fa­den für mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men.
4 Min. LesezeitMatthias RadscheitMatthias Radscheit
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TL;DR

Ein praxisorientierter Leitfaden für mittelständische Unternehmen.

Ein­lei­tung

Die ef­fi­zi­en­te Ver­wal­tung und struk­tu­rier­te Ver­tei­lung von Pro­dukt­in­for­ma­tio­nen stellt vie­le Un­ter­neh­men vor kom­ple­xe Auf­ga­ben. Wenn Pro­dukt­da­ten re­gel­mä­ßig ak­tua­li­siert, in meh­re­ren Spra­chen ge­pflegt und über ver­schie­de­ne Ka­nä­le aus­ge­spielt wer­den müs­sen, sto­ßen Ex­cel-Ta­bel­len, ver­al­te­te CMS-Sys­te­me oder un­fle­xi­ble SaaS-Lö­sun­gen schnell an ihre Gren­zen.

Ein Pro­duct In­for­ma­ti­on Ma­nage­ment Sys­tem (PIM) hilft da­bei, die­se Her­aus­for­de­run­gen zu be­wäl­ti­gen – und mit Di­rec­tus steht ein Werk­zeug zur Ver­fü­gung, mit dem sich ein PIM voll­stän­dig in­di­vi­du­ell und da­ten­sou­ve­rän um­set­zen lässt. Die­ser Leit­fa­den zeigt Schritt für Schritt, wie das funk­tio­niert.

War­um Di­rec­tus als Grund­la­ge für ein PIM ge­eig­net ist

Di­rec­tus un­ter­schei­det sich grund­le­gend von klas­si­schen PIM-Tools. Es ist kein vor­kon­fi­gu­rier­tes Sys­tem, son­dern eine mo­du­la­re Da­ten­platt­form, die di­rekt mit Ih­rer SQL-Da­ten­bank ar­bei­tet. Das bie­tet Un­ter­neh­men eine Rei­he stra­te­gi­scher Vor­tei­le:

  • Da­ten­mo­dell und Be­nut­zer­ober­flä­che sind voll­stän­dig an­pass­bar
  • Kei­ne Li­zenz­kos­ten, kein Ven­dor-Lock-in
  • Pro­dukt­da­ten ste­hen per REST- und Gra­ph­QL-API zur Ver­fü­gung
  • Kann Self-Hos­ted be­trie­ben wer­den – für ma­xi­ma­le Kon­trol­le
  • Eig­net sich für he­te­ro­ge­ne IT-Land­schaf­ten und be­stehen­de Da­ten­ban­ken

Die Kom­bi­na­ti­on aus Fle­xi­bi­li­tät, tech­ni­scher Of­fen­heit und Be­dien­bar­keit macht Di­rec­tus zu ei­ner idea­len Platt­form für mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men, die mehr Kon­trol­le über ihre Pro­dukt­da­ten wün­schen – ohne auf teu­re PIM-Sui­ten an­ge­wie­sen zu sein.

Ty­pi­sche Ein­satz­sze­na­ri­en

Ein PIM mit Di­rec­tus ist be­son­ders ge­eig­net für:

  • Her­stel­ler mit vie­len Va­ri­an­ten oder kon­fi­gu­rier­ba­ren Pro­duk­ten
  • Mehr­spra­chi­ge Ka­ta­lo­ge und in­ter­na­tio­na­le Märk­te
  • Mar­ke­ting­teams, die ka­nal­über­grei­fend mit kon­sis­ten­ten Pro­dukt­da­ten ar­bei­ten
  • Un­ter­neh­men, die ERP-, Shop- oder CRM-Sys­te­me an­bin­den müs­sen

Schritt-für-Schritt: So ent­steht ein PIM mit Di­rec­tus

1. Da­ten­struk­tur pla­nen

Zu­nächst gilt es, die Pro­dukt­da­ten fach­lich zu struk­tu­rie­ren. Wel­che In­for­ma­tio­nen sol­len ge­pflegt wer­den? Wel­che Be­zie­hun­gen be­stehen zwi­schen En­ti­tä­ten? Wel­che Fel­der be­nö­ti­gen Pflicht­va­li­die­rung oder Mehr­spra­chig­keit?

Bei­spiel­haf­te Ta­bel­len und Fel­der:

EntitätRelevante Felder
ProduktName, Beschreibung, SKU, Preis, Bilder, Varianten, Kategorie
KategorieName, Beschreibung, Slug
MarkeName, Logo, Website
AttributTyp (z. B. Farbe, Größe), Optionswerte
MedienDateipfad, Alt-Text, Lizenz, zugewiesene Produkte

Die­se Struk­tur wird spä­ter 1:1 in Di­rec­tus als Da­ten­bank­mo­dell ab­ge­bil­det.

2. Di­rec­tus ein­rich­ten

Di­rec­tus kann lo­kal oder in der Cloud in­stal­liert wer­den. Die of­fi­zi­el­le Do­ku­men­ta­ti­on bie­tet eine voll­stän­di­ge An­lei­tung:

→ Di­rec­tus In­stal­la­ti­on Gui­de

Wich­ti­ge Kon­fi­gu­ra­ti­ons­schrit­te:

  • An­bin­dung an eine SQL-Da­ten­bank (z. B. Post­greS­QL, MyS­QL)
  • An­le­gen von Be­nut­zer­rol­len (z. B. Re­dak­ti­on, Pro­dukt­ma­nage­ment)
  • Grund­kon­fi­gu­ra­ti­on des In­ter­faces und der Zu­griffs­ebe­nen

3. Da­ten­mo­dell im In­ter­face ab­bil­den

Mit dem in­te­grier­ten Sche­ma-Edi­tor las­sen sich die ge­plan­ten En­ti­tä­ten und Fel­der im Ad­min-In­ter­face von Di­rec­tus um­set­zen. Über Re­la­tio­nen kön­nen z. B. Pro­duk­te mit Ka­te­go­rien oder At­tri­but­grup­pen ver­knüpft wer­den.

Wich­ti­ge Feld­ty­pen im Kon­text PIM:

  • Text­fel­der für Na­men, Be­zeich­nun­gen, Schlag­wor­te
  • Re­la­tio­nen für Ver­knüp­fun­gen (z. B. Pro­dukt zu Ka­te­go­rie)
  • Me­di­en­fel­der für Bil­der, PDFs, tech­ni­sche Da­ten­blät­ter
  • Mehr­spra­chi­ge Fel­der per Lo­ka­li­sie­rung oder se­pa­ra­te Ta­bel­len
  • Zah­len & Aus­wahl­lis­ten für Preis­an­ga­ben, Maß­ein­hei­ten etc.

4. Be­nut­zer­rol­len und Work­flows ein­rich­ten

Für die Pro­dukt­pfle­ge sind oft meh­re­re Ab­tei­lun­gen be­tei­ligt. In Di­rec­tus kön­nen in­di­vi­du­el­le Be­rech­ti­gun­gen ver­ge­ben wer­den – bis auf Feld­ebe­ne.

Bei­spiel:

RolleBerechtigung
MarketingTexte, Bilder und SEO-Inhalte bearbeiten
ProduktmanagementPreise, Varianten und Verfügbarkeit pflegen
TechnikDatenmodell erweitern, API konfigurieren
Externe PartnerNur Leserechte für bestimmte Datensätze

Dar­über hin­aus las­sen sich im Ad­min-In­ter­face ei­ge­ne An­sich­ten de­fi­nie­ren – z. B. eine re­du­zier­te Pro­dukt­an­sicht für ex­ter­ne Dienst­leis­ter.

5. Pro­dukt­da­ten er­fas­sen oder im­por­tie­ren

Klei­ne­re Da­ten­men­gen kön­nen di­rekt im Ba­ckend ge­pflegt wer­den. Bei um­fang­rei­che­ren Ka­ta­lo­gen emp­fiehlt sich ein struk­tu­rier­ter Im­port – z. B. per CSV-Da­tei, SQL-Mi­gra­ti­on oder über die API.

Auch eine schritt­wei­se Mi­gra­ti­on aus Ex­cel-Da­tei­en oder be­stehen­den PIM-Lö­sun­gen ist mög­lich.

6. API für ex­ter­ne Sys­te­me nut­zen

So­bald das Da­ten­mo­dell steht, ge­ne­riert Di­rec­tus au­to­ma­tisch eine REST- und Gra­ph­QL-API, über die sich Pro­dukt­da­ten ab­ru­fen und ak­tua­li­sie­ren las­sen.


Ty­pi­sche Nut­zungs­sze­na­ri­en:

SystemAPI-Zugriff auf PIM-Daten
OnlineshopProdukttitel, Preise, Bilder, Varianten
Print-KatalogeExport von Produktdaten für automatisiertes Layout
MarktplätzeSynchronisierung mit Distributoren oder POS
Mobile AppsProduktansichten in Echtzeit

Die APIs sind mit Au­then­ti­fi­zie­rung, Fil­ter­funk­tio­nen und Caching kom­bi­nier­bar – auch für gro­ße Da­ten­men­gen.

7. Er­wei­te­run­gen und Cus­tom Fea­tures

Di­rec­tus kann über so­ge­nann­te Ex­ten­si­ons er­wei­tert wer­den:

  • Cus­tom Hooks: z. B. Va­li­die­rung beim Spei­chern be­stimm­ter Fel­der
  • Ei­ge­ne End­points: für in­di­vi­du­el­le In­te­gra­tio­nen oder Ex­port­for­ma­te
  • In­ter­faces: z. B. für Ta­bel­len­an­sich­ten, Vor­schau-Funk­tio­nen oder Drag-and-Drop

Die­se Mög­lich­kei­ten er­lau­ben eine voll­stän­dig auf Ihr Un­ter­neh­men ab­ge­stimm­te Lö­sung – ohne Kom­pro­mis­se beim Funk­ti­ons­um­fang.

Was mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men da­von ha­ben

Ein PIM-Sys­tem auf Ba­sis von Di­rec­tus ver­schafft Ih­rem Un­ter­neh­men:

  • Mehr Kon­sis­tenz und Qua­li­tät in der Pro­dukt­kom­mu­ni­ka­ti­on
  • We­ni­ger Me­di­en­brü­che und ma­nu­el­le Da­ten­pfle­ge
  • Bes­se­re Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen Mar­ke­ting, Tech­nik und Ver­trieb
  • Ge­rin­ge­re Ab­hän­gig­keit von Dritt­an­bie­tern und Li­zenz­mo­del­len
  • Hö­he­re Ge­schwin­dig­keit bei Markt­ein­füh­run­gen und Sor­ti­ments­än­de­run­gen

Be­son­ders dann, wenn be­stehen­de Sys­te­me nicht mehr mit­wach­sen oder sich die An­for­de­run­gen an Da­ten­pfle­ge und -aus­ga­be ver­viel­fa­chen, bie­tet Di­rec­tus eine so­li­de, mo­der­ne und kon­trol­lier­ba­re Lö­sung.

Er­gän­zen­der Hin­weis: In­hal­te vs. Pro­dukt­da­ten

Wäh­rend Di­rec­tus als da­ten­bank­na­hes Sys­tem für Pro­dukt­in­for­ma­tio­nen ide­al ge­eig­net ist, emp­feh­len wir für re­dak­tio­nel­le In­hal­te, Web­sites oder Landing­pa­ges zu­sätz­lich den Ein­satz ei­nes spe­zia­li­sier­ten Head­less CMS wie Sa­ni­ty.

Sa­ni­ty bie­tet op­ti­ma­le Vor­aus­set­zun­gen für mehr­spra­chi­gen Con­tent, Vor­schau-Funk­tio­nen und KI-ge­stütz­te Re­dak­ti­ons­pro­zes­se.

Mehr dazu er­fah­ren Sie auf un­se­rer Sei­te:

👉 Di­rec­tus-Agen­tur hap­py­co­ding

Wenn Sie ein PIM auf­bau­en oder ein be­stehen­des Sys­tem ab­lö­sen möch­ten, un­ter­stüt­zen wir Sie ger­ne mit Kon­zep­ti­on, Um­set­zung und Sys­tem­in­te­gra­ti­on.

Ver­ein­ba­ren Sie ein un­ver­bind­li­ches Erst­ge­spräch – wir zei­gen Ih­nen, wie ein PIM mit Di­rec­tus in Ih­rem Un­ter­neh­men aus­se­hen kann.

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