Website-Relaunch-Agentur: Die Redirect-Map steht im Vertrag, nicht in der Nachsorge

Ein Relaunch ist kein Neubau mit Rabatt. Er ist ein Neubau plus Umzug: vorhandene URLs, vorhandene Rankings, vorhandene Inhalte, vorhandene Nutzer. Diese Bestandsarbeit ist der Teil, den Angebote gern unterschlagen, und der Teil, an dem Relaunches scheitern. Als Relaunch-Agentur aus Berlin schreiben wir sie in den Vertrag: URL-Inventar, Redirect-Map mit Abnahme vor dem Go-Live, Sichtbarkeits-Baseline mit Stichtag, feste Messpunkte danach. Die Preisrahmen stehen offen auf dieser Seite, gestaffelt nach Relaunch-Typ.

Ihre alte Website ist nicht wertlos. Sie trägt Rankings, Backlinks und interne Verlinkung, die über Jahre entstanden sind — Vermögen, das in keiner Bilanz steht und in der Nacht des Go-Live verloren gehen kann. Deshalb beginnt ein Relaunch bei uns nicht mit Design, sondern mit einer Inventur des Bestands: wie viele URLs es gibt, welche davon ranken, welche extern verlinkt sind und welche seit Jahren niemand mehr verantwortet.

Wann ein Relaunch die falsche Entscheidung ist: Machen Sie den Test, bevor Sie ausschreiben. Finden Ihre Kunden im Menü in unter drei Klicks, was sie suchen? Ranken Ihre wichtigsten Seiten noch auf ihren Zielbegriffen? Kann Ihre Redaktion eine neue Seite ohne Agentur anlegen? Zwingt Sie kein Support-Ende und kein Sicherheitsproblem zum Systemwechsel? Vier Mal Ja heißt: Sie haben ein Inhalts-, Template- oder Ladezeitproblem, kein Strukturproblem. Dann kaufen Sie sich mit einem Relaunch ein Risiko, das Sie nicht brauchen — und Iteration am Bestand liefert dieselbe Wirkung schneller, messbar pro Änderung und ohne Migrationsrisiko. Wir sagen Ihnen das im Erstgespräch, auch wenn ein Retainer weniger Umsatz bringt als ein Projekt.

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Drei Begriffe entscheiden darüber, ob Sie zwei Relaunch-Angebote überhaupt vergleichen können. Sie tauchen in den meisten Angeboten nicht auf — und das ist kein Zufall, sondern der Grund, warum Angebote für dasselbe Projekt um den Faktor fünf auseinanderliegen.

Definition

Website-Relaunch
Ablösung eines bestehenden Web-Angebots durch ein neues. Der Unterschied zum Neubau ist der Bestand: vorhandene URLs, vorhandene Rankings, vorhandene Backlinks, vorhandene Inhalte, vorhandene Redaktionsprozesse und vorhandene Nutzer, die Lesezeichen gesetzt haben. Daraus entsteht die Arbeit, die einen Relaunch von einem Neubau unterscheidet. Der Begriff meint dabei vier verschiedene Projekte mit sehr verschiedenem Risiko: Iteration am Bestand, Redesign auf gleicher URL-Struktur, Vollmigration mit neuer Struktur und Domain-Wechsel. Wer diese vier nicht trennt, kann weder Aufwand noch Risiko seriös beziffern.

Definition

Redirect-Map
Vollständige 1:1-Zuordnung jeder alten URL zu ihrem neuen Ziel, serverseitig als permanente Weiterleitung mit Statuscode 301 ausgeliefert, ohne Ketten und ohne Sammelweiterleitung auf die Startseite. Grundlage ist ein URL-Inventar aus Crawl, Google Search Console und Server-Logfiles — nicht die Sitemap des Altsystems, die regelmäßig unvollständig ist. Bei uns ist die Redirect-Map ein Liefergegenstand mit Abnahme vor dem Go-Live, keine Aufgabe für die Woche danach. Fehlt sie im Angebot, kaufen Sie einen Neubau und tragen das Umzugsrisiko selbst.

Definition

Sichtbarkeits-Baseline
Eingefrorener Vergleichsstand vor dem Go-Live: definierte Metriken zu einem definierten Stichtag, schriftlich festgehalten. Bei uns sind das die Top-100-URLs nach organischen Klicks, die Zahl der indexierten Seiten, der Sichtbarkeitsindex, der Backlink-Bestand und die Conversion-Rate der letzten sechs Monate. Ohne Baseline ist jede Diskussion nach dem Go-Live eine Meinungsfrage: Niemand kann belegen, ob ein Rückgang aus der Migration stammt, aus der Saison oder aus einem Google-Update. Mit Baseline wird aus Streit eine Rechnung.

Warum das mehr ist als Vokabular, zeigt der einzige öffentlich dokumentierte deutsche Relaunch-Schaden dieser Größenordnung — ein Fall aus dem Jahr 2020. Nach dem Relaunch von frankfurt.de verlor die Seite laut SISTRIX (Analyse vom 09.03.2020) knapp 50 Prozent ihrer Sichtbarkeit, mobil rund 46 Prozent, bei 1,4 Millionen Euro Projektkosten. Die Ursache war kein Designfehler und kein Content-Problem: Weiterleitungen wurden als 302 statt als 301 ausgeliefert, und alte /sixcms/-URLs liefen ins Leere. Beides steht auf jeder Prüfliste, die vor dem Go-Live abgearbeitet wird — und auf keiner, die erst danach entsteht. Welches System am Ende hinter Ihrer Website steht, entscheiden wir vorher und getrennt vom Projekt in der CMS-Beratung. Unsere Zieltechnologie ist Next.js mit Sanity als Headless-CMS, aber die Systemwahl folgt Ihren Anforderungen, nicht unserem Portfolio.

Vier Wege, die alle „Relaunch“ heißen — und völlig verschieden riskant sind

„Relaunch“ ist kein Projekttyp, sondern ein Sammelbegriff für vier Vorhaben mit unterschiedlichem Aufwand, unterschiedlichem Risiko und unterschiedlicher Erholungsdauer. Wer sie nicht trennt, vergleicht Angebote, die verschiedene Dinge beschreiben. Die Zeilen sind nach steigendem Risiko sortiert. Belastbare Felddaten zur Erholungsdauer existieren ausschließlich für die letzte Zeile — und deshalb steht in den anderen Zeilen eine Planungsannahme und keine Statistik.

WegAufwandRisiko für RankingsRealistische ErholungsdauerWann dieser Weg gewinnt
Iteration am BestandKein Projektbudget, laufender Retainer statt Einmalinvestition, jederzeit abschaltbarPraktisch keines. URLs bleiben, Rankings bleiben, jede Änderung ist einzeln messbarEntfällt — es gibt nichts zu erholenInformationsarchitektur und Technik tragen noch. Das Problem heißt Inhalte, Ladezeit oder Conversion, nicht Struktur
Redesign auf gleicher URL-StrukturNeues Frontend und CMS, alte URLs bleiben unverändert. 25.000–60.000 €Gering. Ohne URL-Änderung entfällt der größte Risikoblock. Übrig bleiben Templates, interne Verlinkung, strukturierte Daten, LadezeitWochen. Ausreißer entstehen fast immer dadurch, dass doch einzelne URLs geändert wurdenDie Struktur ist richtig, Erscheinungsbild und Stack sind es nicht. Der häufigste Fall im Mittelstand
Vollmigration mit neuer URL-Struktur, gleiche DomainNeue Informationsarchitektur, Content-Inventur, vollständige Redirect-Map. 60.000–150.000 €, bei Konzernstruktur 150.000–250.000 €+Erhöht, aber beherrschbar. Google Search Central wertet den Vorgang ausdrücklich als Website-Umzug, auch ohne Domainwechsel. Domain-Historie und Backlink-Bestand bleiben erhaltenReindexierung in Wochen — Google nennt für kleine bis mittlere Websites „a few weeks“. Die Rückkehr auf das Vorher-Niveau planen wir mit einem Quartal, nicht mit zwei WochenDie Struktur selbst ist das Problem: gewachsene Navigation, Dubletten, Seiten, die niemand mehr verantwortet
Domain-WechselVollmigration plus Adressänderung, Backlink-Nachverfolgung, doppelte Property-Führung. Aufschlag auf die VollmigrationDeutlich höher als bei allen anderen Wegen — und der einzige Fall mit belastbarer FeldstatistikSALT.agency wertete 2026 1.052 Domain-zu-Domain-Migrationen aus (eigene Projekte plus aus der SEO-Community zusammengetragene Fälle): Median 304 Tage bis zur Traffic-Erholung, Mittelwert 489 Tage. Als erholt gilt dort der Monat, in dem der organische Traffic das Vor-Migrations-Niveau wieder erreicht. 22,8 % schafften das binnen 90 Tagen, 27,8 % binnen 120 Tagen, 13,9 % innerhalb von drei Jahren nie. Diese Zahlen gelten ausschließlich für den Domainwechsel und beschreiben weder die Zeilen darüber noch „den Relaunch“ allgemeinNur wenn ein Grund außerhalb des Marketings ihn erzwingt: Umfirmierung, Fusion, Markenrecht, Verkauf. Ein neues Corporate Design ist kein solcher Grund

Die häufigste ehrliche Antwort auf ein Relaunch-Briefing ist Zeile 1. Warum kontinuierliche Arbeit am Bestand in den meisten Fällen mehr bringt als ein Big-Bang-Projekt, haben wir ausführlich aufgeschrieben: Warum eine Website nie fertig ist. Zeile 2 und 3 sind die Fälle, in denen wir gebraucht werden — dort steht die Bestandsarbeit im Vertrag statt im Kleingedruckten. Gibt es gar keinen Bestand, weil Sie zum ersten Mal eine ernsthafte Firmenpräsenz aufbauen, führt der Weg auf die Seite zum Neubau einer B2B-Website. Und bevor Sie einen Termin für den Go-Live festlegen: So timen Sie Ihr Website-Projekt realistisch — beim Relaunch kommen Bestandsaufnahme davor und Messnachlauf danach obendrauf.

Was wir beim Relaunch tatsächlich liefern

Drei Arbeitsblöcke, ein Stack. Wie ein Projekt bei uns von der Zusage bis zum Go-Live läuft, steht offen im Prozessbericht [Vom Pitch zum Go-Live in 90 Tagen](/de/blog/vom-pitch-zum-go-live-in-90-tagen) — beim Relaunch kommen die Migrationsphasen aus Block 1 und Block 3 obendrauf, das ist kein 90-Tage-Projekt mehr. Stellt sich im Bestandsgespräch heraus, dass Sie gar keine Website ablösen, sondern eine Anwendung brauchen, geht es auf [Individualsoftware](/de/individualsoftware) oder [Web-App entwickeln lassen](/de/web-app-entwickeln-lassen) weiter.

Block 1: Bestandsaufnahme und Migrationsplan

Bevor irgendetwas gestaltet wird, wissen wir, was da ist. Dieser Block ist einzeln beauftragbar — auch dann, wenn Sie den Relaunch am Ende von jemand anderem bauen lassen. Ab 4.000 €, je nach Größe des Bestands.

URL-Inventar aus Crawl, Search Console und Server-Logfiles: wie viele URLs, davon wie viele rankend, davon wie viele extern verlinkt
Content-Inventur mit Entscheidung pro Seite: behalten, zusammenlegen, neu schreiben, löschen
Redirect-Map als 1:1-Zuordnung alt zu neu, als prüfbare Datei übergeben
Sichtbarkeits-Baseline mit Stichtag: Top-100-URLs, indexierte Seiten, Backlink-Bestand, Conversion-Rate
Backlink-Prüfung: welche verweisenden Domains auf URLs zeigen, die verschwinden sollen
Risikoeinstufung: welcher der vier Relaunch-Wege für Ihren Fall der richtige ist — inklusive der Empfehlung, es zu lassen

Block 2: Neubau mit Bestandsübernahme

Neuer Stack, bestehender Bestand. Wir bauen mit Next.js und einem Headless-CMS und ziehen Inhalte, URLs und Redaktionsprozesse mit um. Redesign auf gleicher URL-Struktur 25.000–60.000 €, Vollmigration mit neuer Struktur 60.000–150.000 €.

Informationsarchitektur auf Basis der Content-Inventur, nicht auf Basis des alten Menüs
Design und Umsetzung mit Next.js und Sanity, Senior-Entwickler ohne Junior-Staffing
Content-Migration aus WordPress oder TYPO3, inklusive Medien-URLs unter /wp-content/uploads/
Redaktions-Workflow und Schulung vor dem Go-Live, nicht in der Woche danach
Core Web Vitals und die abgenommene Redirect-Map als Abnahmekriterien
Der Quellcode gehört Ihnen: Repository-Zugang ab Tag eins, ausschließliche Nutzungsrechte vertraglich

Block 3: Go-Live-Absicherung und Nachlauf

Der Go-Live ist kein Datum, sondern eine Prüfliste plus ein Messkalender. Betrieb danach: Hosting 20–50 € pro Monat, hochverfügbar 150–400 €. Weiterentwicklung im Retainer 4.000–12.000 € pro Monat.

Pre-Launch-Gate: noindex aus dem Staging entfernt, robots.txt, Canonicals, Sitemap eingereicht, hreflang geprüft
Redirect-Test gegen das vollständige URL-Inventar: 301 statt 302, keine Ketten, keine Sammelweiterleitung auf die Startseite
Analytics- und Search-Console-Kontinuität: Property-Setup, Annotation zum Stichtag, Adressänderung bei Domainwechsel
Feste Messpunkte an Tag 7, 30, 90 und 180 gegen die Baseline — mit Termin, nicht mit dem Satz „wir beobachten das“
Rollback- und Eskalationskriterium, schriftlich vor dem Go-Live festgelegt
Nachbesserung an Weiterleitungen und Indexierung ohne Zusatzrechnung im ersten Quartal

Was kostet ein Website-Relaunch?

Die kurze Antwort, die in dieser Branche selten jemand ausspricht: Ein Relaunch ist nicht günstiger als ein Neubau. Er ist ein Neubau plus Bestandsarbeit. Deshalb sind die Rahmen in der Tabelle unten dieselben, die wir für einen Neubau ohne Bestand veröffentlichen — die Migration kommt als Anteil obendrauf, nicht als Rabatt darunter. Wer Ihnen einen Relaunch billiger anbietet als einen Neubau, hat den Umzug entweder nicht kalkuliert oder nicht vor. Wir staffeln nach Relaunch-Typ statt nach Unternehmensgröße, weil der Typ das Risiko bestimmt und das Risiko die Arbeit — und wir weisen den Anteil der SEO-Migration getrennt aus, damit die unsichtbare Arbeit verhandelbar wird.

Relaunch-TypWas darin stecktAnteil SEO-MigrationPreisrahmen
Bestandsaufnahme und MigrationsplanURL-Inventar, Content-Inventur, Redirect-Map, Baseline, Wegempfehlung — einzeln beauftragbarist das Ergebnisab 4.000 €
Redesign auf gleicher URL-StrukturNeues Frontend und Headless-CMS, alte URLs bleiben unverändert bestehenrund 5 %25.000–60.000 €
Vollmigration mit neuer URL-StrukturNeue Informationsarchitektur, Content-Migration, vollständige Redirect-Map, Go-Live-Gate10–15 %60.000–150.000 €
Konzern-Relaunch, mehrere Marken oder SprachenMulti-Site, hreflang-Kontinuität, Governance und Freigabeprozesse, gestaffelte Go-Lives15–20 %150.000–250.000 €+
Domain-Wechsel als AufschlagAdressänderung, Backlink-Nachverfolgung, doppelte Property-Führung, verlängerter Messnachlaufzusätzlicher Blockauf die Vollmigration aufschlagend
Iteration statt RelaunchLaufende Arbeit am Bestand: Inhalte, Ladezeit, Conversion — kein Migrationsrisikoentfällt4.000–12.000 € / Monat
Betrieb nach dem Go-LiveHosting und Monitoring, hochverfügbar mit Redundanz und SLA20–50 € / Monat, hochverfügbar 150–400 €

Alle Preise netto, Stand August 2026. Der ausgewiesene Anteil der SEO-Migration ist unsere eigene Kalkulationsgrundlage aus abgeschlossenen Projekten und kein Branchenwert; im Angebot steht er als eigene Position und ist damit prüfbar und verhandelbar. Was ein Neubau ohne Bestand kostet, rechnen wir getrennt vor: [Was ein Neubau kostet](/de/blog/was-kostet-eine-unternehmenswebsite-2026).

FAQ

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150+
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