Was kos­tet Su­pa­ba­se? Eine ehr­li­che TCO-Be­trach­tung: Cloud ge­gen self-hos­ted

Den TCO-Ver­gleich zwi­schen Su­pa­ba­se Cloud und self-hos­ted auf Hetz­ner schreibt kein Ven­dor. Self-hos­ting spart ab ei­nem be­stimm­ten Nut­zungs­pro­fil deut­lich – aber nur, wenn man die in­ter­nen Be­triebs­stun­den ehr­lich ein­preist. Tut man das nicht, ist die Er­spar­nis eine Buch­hal­tungs­il­lu­si­on.
8 Min. LesezeitMatthias RadscheitMatthias Radscheit
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TL;DR

Supabase Cloud startet bei rund 25 USD/Monat im Pro-Plan, die echten Kosten entstehen über nutzungsabhängige Compute- und Egress-Posten, die mit dem Erfolg steigen. Self-hosting auf Hetzner ab etwa 39 €/Monat ist über drei Jahre oft günstiger – aber nur, wenn die internen Betriebsstunden zum realen Stundensatz in die Rechnung gehen.

  • Supabase Cloud Pro wird als 'ab 25 USD/Monat' beworben. Compute-Add-ons und Egress-Overages kommen obendrauf und steigen mit der Nutzung.
  • Self-hosted auf einem Hetzner AX41 (rund 39 €/Monat) plus 2–5 h Wartung monatlich ist planbar. Die Kosten pro Nutzer sinken mit dem Projekterfolg, statt zu steigen.
  • Das 3-Jahres-Gesamtbild einer mittelständischen Webanwendung self-hosted liegt bei ca. 40.000–80.000 €. Managed liegt im selben Zeitraum erfahrungsgemäß beim Doppelten.
  • Die Self-hosting-Ersparnis ist nur echt, wenn interne Betriebsstunden zum realen Stundensatz eingepreist werden. Auf null gerechnet kippt der Spareffekt.
  • Für kleine, frühe Projekte ohne Ops-Team ist Cloud im Gesamtaufwand günstiger. Self-hosting lohnt oberhalb klarer Nutzungs- und Datenschwellen.

Den TCO-Ver­gleich zwi­schen Su­pa­ba­se Cloud und self-hos­ted schreibt kein Ven­dor. Aus ei­nem simp­len Grund: Die ehr­li­che Rech­nung fällt für kei­nen An­bie­ter ein­deu­tig aus, und der An­bie­ter ver­dient nur an ei­ner der bei­den Ant­wor­ten.

Su­pa­ba­se ist über die letz­ten Jah­re vom Ge­heim­tipp zum Stan­dard­bau­stein vie­ler mo­der­ner Stacks ge­wor­den. Post­gres, Auth, Sto­rage, Re­al­time, Edge Func­tions – fer­tig ver­drah­tet, in Mi­nu­ten pro­duk­tiv. Ge­nau die­se Be­quem­lich­keit schiebt die ei­gent­li­che Ent­schei­dung in den Hin­ter­grund: Was kos­tet Su­pa­ba­se über drei Jah­re wirk­lich, wenn das Pro­jekt er­folg­reich wird? Nicht im ers­ten Mo­nat, son­dern dann, wenn aus tau­send Nut­zern hun­dert­tau­send wer­den. Wer die­se Fra­ge erst stellt, wenn die ers­te vier­stel­li­ge Rech­nung kommt, hat sie zu spät ge­stellt.

Was kos­tet Su­pa­ba­se Cloud wirk­lich – und war­um die Ba­sis­prei­se we­nig aus­sa­gen

Die of­fi­zi­el­le Preis­sei­te ist er­freu­lich trans­pa­rent, so­lan­ge man ge­nau liest. Su­pa­ba­se Cloud kennt vier Tiers: Free für 0 USD, Pro ab 25 USD/Mo­nat, Team ab 599 USD/Mo­nat und En­ter­pri­se mit in­di­vi­du­el­ler Kal­ku­la­ti­on (Stand Juni 2026, Cloud-Prei­se sind vo­la­til – im Kon­fi­gu­ra­tor ge­gen­prü­fen). Das ent­schei­den­de Wort steht klein da­ne­ben: „from". Der Pro-Plan ist kein Fest­preis, son­dern ein Start­preis.

Was die 25 USD ab­de­cken, ist kon­kret: 10 USD Com­pu­te-Cre­dit, das eine Mi­cro-In­stanz trägt, 8 GB Disk pro Pro­jekt, 100.000 mo­nat­lich ak­ti­ve Nut­zer und 250 GB Egress. Klingt groß­zü­gig, und für vie­le Pro­jek­te ist es das auch. Der Punkt ist, was *da­nach* pas­siert. Egress kos­tet 0,09 USD pro GB, Disk 0,125 USD pro GB, je­der zu­sätz­li­che ak­ti­ve Nut­zer 0,00325 USD. Com­pu­te ist ein se­pa­ra­tes Add-on, stünd­lich ab­ge­rech­net, von Mi­cro für rund 10 USD/Mo­nat bis hin­auf zu 16XL bei ca. 3.730 USD/Mo­nat (die Add-on-Ta­bel­le än­dert sich häu­fi­ger als die Ba­sis­prei­se – als Grö­ßen­ord­nung le­sen, nicht als Fest­wert).

Das ist kei­ne Kri­tik am Pri­cing. Es ist ehr­lich nut­zungs­ba­siert. Aber ge­nau das ist der Me­cha­nis­mus, den Fin­Ops-Ver­ant­wort­li­che ver­ste­hen müs­sen: Die Kos­ten von Ma­na­ged Ser­vices stei­gen mit dem Pro­jekt­er­folg. Mehr Nut­zer, mehr Traf­fic, mehr Da­ten, hö­he­re Rech­nung – nicht li­ne­ar, son­dern ent­lang von Schwel­len, die man im Kon­fi­gu­ra­tor erst sieht, wenn man sie über­schrei­tet. Wer eine er­folg­rei­che An­wen­dung baut, be­straft sich auf der In­fra­struk­tur­sei­te selbst.

Hetz­ner und Su­pa­ba­se self-hos­ted: die Rech­nung, die kein Ver­käu­fer auf­macht

Su­pa­ba­se ist voll­stän­dig self-host­bar. Alle Kern­kom­po­nen­ten – Auth über Go­True, Post­g­REST, Sto­rage, Re­al­time, Kong als Gate­way, Post­gres selbst – lau­fen via Do­cker und Do­cker Com­po­se auf ei­ge­ner In­fra­struk­tur. Das Haupt-Repo steht un­ter Apa­che-2.0, die Kom­po­nen­ten un­ter MIT-, Apa­che-2- und Post­greS­QL-Li­zen­zen. Kein Li­zenz-Trick, kein ver­steck­ter En­ter­pri­se-Rie­gel vor der Tür. Was Su­pa­ba­se Cloud be­treibt, kön­nen Sie grund­sätz­lich selbst be­trei­ben.

Rech­nen wir das durch, mit ech­ten Zah­len statt Hoch­glanz. Ein Hetz­ner AX41-NVMe – AMD Ry­zen 5 3600, 64 GB RAM, zwei NVMe-SSDs, un­li­mi­tier­ter Traf­fic – liegt bei rund 39 €/Mo­nat net­to. Die be­last­ba­re Span­ne 2026 reicht je nach Stand­ort von etwa 37 bis 51 €, mit an­ge­kün­dig­ter Preis­an­pas­sung zum 15. Juni 2026 und Auf­wärts­trend – den Live-Preis im Hetz­ner-Kon­fi­gu­ra­tor prü­fen. Auf die­ser ei­nen Ma­schi­ne lau­fen Da­ten­bank, Auth, Sto­rage und API für eine An­wen­dung mit ei­ni­gen tau­send ak­ti­ven Nut­zern kom­for­ta­bel.

Dazu kom­men zwei Pos­ten, die vie­le un­ter­schla­gen. Ers­tens die sau­be­re Erst­im­ple­men­tie­rung: Set­up, In­te­gra­ti­on, Se­cu­ri­ty-Har­dening, Test­ing – ein­ma­lig 5.000–20.000 € Ent­wick­lungs­auf­wand, ab­hän­gig von Kom­ple­xi­tät und Com­pli­ance-An­for­de­run­gen. Zwei­tens der lau­fen­de Be­trieb: bei ver­nünf­ti­ger Au­to­ma­ti­sie­rung 2–5 Stun­den pro Mo­nat für Up­dates, Mo­ni­to­ring und Back­ups. Die­se Stun­den sind plan­bar – das ist ihr ent­schei­den­der Cha­rak­ter. Sie schwan­ken nicht mit dem Traf­fic.

Das 3-Jah­res-Ge­samt­bild ei­ner ty­pi­schen mit­tel­stän­di­schen Web­an­wen­dung mit self-hos­ted Open-Source-Stack lan­det er­fah­rungs­ge­mäß bei 40.000–80.000 €, Set­up und Be­trieb ein­ge­rech­net. Ein ver­gleich­ba­res Set­up mit pro­prie­tä­ren Ma­na­ged-Ser­vices liegt im sel­ben Zeit­raum oft beim Dop­pel­ten, manch­mal mehr. Ähn­li­che Mus­ter se­hen wir bran­chen­über­grei­fend, etwa im TCO-Ver­gleich Word­Press ge­gen Sa­ni­ty und Next.js oder bei der grund­sätz­li­chen Fra­ge, was eine mo­der­ne Un­ter­neh­mens­web­site wirk­lich kos­tet. Der Kern­satz bleibt: Die Kos­ten ei­nes self-hos­ted Stacks sin­ken über die Zeit pro Nut­zer; die Kos­ten von Ma­na­ged Ser­vices stei­gen mit dem Pro­jekt­er­folg.

War­um die Kur­ven sich kreu­zen – und wo

Bei­de Mo­del­le als Ge­ra­den zu den­ken, ist der häu­figs­te Feh­ler. Es sind kei­ne Ge­ra­den, son­dern zwei Kur­ven mit un­ter­schied­li­cher Stei­gung.

Su­pa­ba­se Cloud be­ginnt güns­tig, fast kos­ten­los. Der Free-Plan deckt 500 MB Da­ten­bank, 50.000 MAUs und 5 GB Egress – pau­siert al­ler­dings nach ei­ner Wo­che In­ak­ti­vi­tät, taugt also nur für Pro­to­ty­pen. Der Pro-Plan trägt er­staun­lich weit. In den ers­ten Mo­na­ten ei­nes Pro­jekts ist Cloud schlicht bil­li­ger als jede self-hos­ted Al­ter­na­ti­ve, weil kei­ne Set­up-Kos­ten an­fal­len und nie­mand Be­triebs­stun­den in­ves­tiert. Dann steigt die Kur­ve. Mit je­dem Wachs­tums­schub kom­men Egress, Com­pu­te und MAU-Over­a­ges dazu.

Self-hos­ting be­ginnt teu­er. Die 5.000–20.000 € Set­up ste­hen am An­fang, be­vor der ers­te Nut­zer sich ein­ge­loggt hat. Da­nach ist die Kur­ve flach. Ob auf dem AX41 tau­send oder zwan­zig­tau­send Nut­zer sit­zen, än­dert die Hard­ware­kos­ten kaum – ein de­di­zier­ter Ser­ver ska­liert ver­ti­kal eine gan­ze Wei­le mit, be­vor man über red­un­dan­te In­stan­zen und eine se­pa­ra­te DB-Schicht nach­denkt (rea­lis­tisch 150–400 €/Mo­nat für ech­te Hoch­ver­füg­bar­keit).

Der Kreu­zungs­punkt liegt nicht bei ei­nem fes­ten Da­tum, son­dern an ei­nem Nut­zungs- und Da­ten­pro­fil. Faust­re­gel aus der Pra­xis: So­bald Egress und Com­pu­te in der Cloud-Rech­nung die fi­xen Hetz­ner-Kos­ten plus den mo­ne­ta­ri­sier­ten War­tungs­auf­wand über­stei­gen – und das Pro­jekt das Pro­to­typ­sta­di­um ver­las­sen hat – kippt die Bi­lanz Rich­tung self-hos­ted. Bei da­ten­in­ten­si­ven An­wen­dun­gen mit viel Egress oder vie­len ak­ti­ven Nut­zern pas­siert das frü­her, als die meis­ten er­war­ten. Bei ei­ner in­ter­nen Tool-Da­ten­bank mit über­schau­ba­rem Traf­fic viel­leicht nie.

Self-hos­ted heißt Be­triebs­ver­ant­wor­tung – und die kos­tet

Hier wird es ehr­lich. Self-hos­ting ist kein Knopf, den man drückt und ver­gisst. Es ist Be­triebs­ver­ant­wor­tung: Up­dates ein­spie­len, Si­cher­heits­patches zeit­nah aus­rol­len, Back­ups tes­ten – nicht nur an­le­gen, tes­ten –, Mo­ni­to­ring auf­set­zen, im Ernst­fall nachts ein Res­to­re fah­ren. Die­se Ver­ant­wor­tung ver­schwin­det bei Ma­na­ged Ser­vices nicht aus der Welt, son­dern wan­dert zum An­bie­ter. Ge­nau da­für zahlt man die Prä­mie.

Wer die­se Ver­ant­wor­tung in­tern nicht ab­bil­den kann oder will, soll­te Ma­na­ged ernst­haft in Be­tracht zie­hen. Die Lo­gik ist sym­me­trisch: Bei Ma­na­ged stei­gen die Kos­ten, sinkt der Auf­wand. Bei self-hos­ted sin­ken die Kos­ten, steigt der Auf­wand. Kei­ne Va­ri­an­te mi­ni­miert bei­des gleich­zei­tig. Wer das ver­spricht, ver­kauft et­was.

Das ist auch der Grund, war­um wir self-hos­ting nicht je­dem emp­feh­len, der da­nach fragt. Ein Stack, der ei­nen au­then­ti­fi­zier­ten Log­in mit ei­ge­nem Iden­ti­ty Pro­vi­der braucht – etwa die Kom­bi­na­ti­on, die ich im De­tail im Ar­ti­kel zu Su­pa­ba­se und Key­cloak durch­ge­rech­net habe – ad­diert wei­te­re Be­triebs­kom­po­nen­ten, die je­mand ver­ste­hen und pfle­gen muss. Be­triebs­ver­ant­wor­tung ist kein Ne­ben­satz. Sie ist die Hälf­te der Ent­schei­dung.

Der un­be­que­me Punkt: die Stun­de, die nie­mand ver­bucht

Jetzt zu dem Teil, den die meis­ten TCO-Rech­nun­gen schö­nen. Die Self-hos­ting-Er­spar­nis ist nur dann echt, wenn die ei­ge­nen Be­triebs­stun­den zum rea­len Stun­den­satz in die Rech­nung ge­hen.

Ich sehe es re­gel­mä­ßig: Ein CTO rech­net die Hard­ware ge­gen die Cloud-Rech­nung und kommt auf eine sat­te Er­spar­nis. Was in der Rech­nung fehlt, ist sei­ne ei­ge­ne Zeit und die sei­nes Teams. Die 2–5 Stun­den War­tung im Mo­nat sind kei­ne Gra­tis-Res­sour­ce. Bei ei­nem rea­lis­ti­schen Misch­satz von rund 120 € pro Ent­wick­ler­stun­de sind das 240 bis 600 € mo­nat­lich, die in der ehr­li­chen Bi­lanz auf­tau­chen müs­sen. Wer die­se Stun­den auf null rech­net, ma­ni­pu­liert das Er­geb­nis – nur eben zu sei­nen ei­ge­nen Un­guns­ten, weil die Über­ra­schung spä­ter kommt.

Und sie kommt nicht im Durch­schnitt. Sie kommt im Aus­nah­me­fall. Der Durch­schnitt sind ru­hi­ge zwei Stun­den im Mo­nat. Der Aus­nah­me­fall ist die Nacht, in der ein fehl­ge­schla­ge­nes Up­date die Da­ten­bank lahm­legt und je­mand das Back­up zu­rück­spie­len muss – je­mand, der weiß, wie das geht, und der er­reich­bar ist. Die­se eine Nacht steht in kei­ner Ta­bel­le, aber sie ist real. Wer self-hos­ting wählt, kauft nicht nur Ser­ver, son­dern auch die Ver­pflich­tung, dass die­se Kom­pe­tenz im Haus vor­han­den und ver­füg­bar ist. Rech­net man sie ein, schrumpft die Er­spar­nis – und bei klei­nen Pro­jek­ten kippt sie ins Ge­gen­teil.

Ge­nau hier liegt die Gren­ze mei­ner ei­ge­nen The­se. Self-hos­ting ist nicht pau­schal güns­ti­ger. Es ist güns­ti­ger ober­halb ei­ner Schwel­le, *und* un­ter der Be­din­gung, dass die Be­triebs­kom­pe­tenz oh­ne­hin vor­han­den ist oder be­wusst auf­ge­baut wer­den soll. Fehlt die­se Be­din­gung, ist die schein­ba­re Er­spar­nis eine Buch­hal­tungs­il­lu­si­on.

Die Rechts­di­men­si­on, die in kei­ner Preis­ta­bel­le steht

Ein Fak­tor, der TCO im en­ge­ren Sinn sprengt, aber zur Ge­samt­ent­schei­dung ge­hört: der Spei­cher­ort der Da­ten. Su­pa­ba­se Cloud läuft auf AWS, die Re­gi­on ist pro Pro­jekt wähl­bar – Frank­furt, Pa­ris, Zü­rich, Stock­holm und wei­te­re EU-Stand­or­te ste­hen zur Ver­fü­gung. Das löst die DSGVO-Fra­ge nicht voll­stän­dig. Su­pa­ba­se Inc. bleibt US-in­kor­po­riert und da­mit po­ten­zi­ell dem US CLOUD Act un­ter­wor­fen, un­ab­hän­gig vom EU-Spei­cher­ort. Das ist eine ju­ris­ti­sche Ein­ord­nung aus Se­kun­där­quel­len, kei­ne In­fra­struk­tur-Li­mi­tie­rung – aber für re­gu­lier­te Bran­chen ein Pos­ten im Ven­dor Risk Ma­nage­ment. Wer self-hos­ted auf deut­scher Hard­ware be­treibt, nimmt die­se Fra­ge vom Tisch.

Das ist kein rei­nes Cloud-Pro­blem. Die­sel­be Span­nung trägt je­der US-An­bie­ter, wes­halb der Ver­gleich Su­pa­ba­se ge­gen Fire­ba­se aus eu­ro­päi­scher Per­spek­ti­ve bei Fire­ba­se noch schär­fer aus­fällt: kein Self-Hos­ting, aus­schließ­lich Goog­le Cloud. Die Sou­ve­rä­ni­täts­fra­ge ist Teil der Make-or-Buy-Ent­schei­dung, nicht ein nach­ge­la­ger­tes Com­pli­ance-De­tail. Wer von ei­ner be­stehen­den Fire­ba­se-Ba­sis kommt, fin­det im Leit­fa­den zur Mi­gra­ti­on von Fire­ba­se zu Su­pa­ba­se die tech­ni­schen Stol­per­stei­ne – die Kos­ten­fra­ge ent­schei­det sich aber vor­her.

Was ich Ent­schei­dern rate

Rech­nen Sie bei­de Kur­ven, nicht bei­de Ge­ra­den. Set­zen Sie ein rea­lis­ti­sches Wachs­tums­sze­na­rio an – nicht den heu­ti­gen Mo­nat, son­dern den, in dem das Pro­jekt funk­tio­niert – und tra­gen Sie die Cloud-Usa­ge-Pos­ten ge­nau­so ein wie die Hetz­ner-Fix­kos­ten und Ihre Be­triebs­stun­den zum ech­ten Stun­den­satz. Wenn Sie Ihre ei­ge­ne Zeit auf null set­zen, lü­gen Sie sich in die Ta­sche, und die Wahr­heit kommt nachts.

Für ein frü­hes Pro­jekt ohne Ops-Team ist Su­pa­ba­se Cloud die rich­ti­ge Ant­wort – schnel­ler Start, kei­ne Be­triebs­last, kal­ku­lier­bar bis zur ers­ten ech­ten Ska­lie­rung. Ab dem Punkt, an dem das Pro­jekt trägt, an dem Egress und Com­pu­te spür­bar wer­den und die Be­triebs­kom­pe­tenz im Haus ist oder sein soll, dreht die Bi­lanz. Dann ist self-hos­ted auf Hetz­ner nicht nur bil­li­ger, son­dern auch sou­ve­rä­ner. Die stra­te­gi­sche Lo­gik da­hin­ter, dass Hos­ting-Ent­schei­dun­gen mehr über eine An­wen­dung aus­sa­gen als die Per­for­mance al­lein, gilt hier dop­pelt. Wer Su­pa­ba­se ohne Ven­dor-Lock-in be­trei­ben und die Tie­fe des Stacks ver­ste­hen will, fin­det im Su­pa­ba­se-Hub für Ent­schei­der die Ein­ord­nung. Die Fra­ge ist nie, ob ma­na­ged oder self-hos­ted *ge­ne­rell* güns­ti­ger ist. Die Fra­ge ist, wo auf Ih­rer Wachs­tums­kur­ve Sie ge­ra­de ste­hen – und ob Sie ehr­lich ge­nug rech­nen, um das zu se­hen.

Häufige Fragen

Was kostet Supabase im Pro-Plan pro Monat?
Der Pro-Plan startet bei 25 USD/Monat (Stand Juni 2026) und enthält 10 USD Compute-Credit, 8 GB Disk pro Projekt, 100.000 MAUs und 250 GB Egress. Die 25 USD sind ein 'from'-Startpreis: Zusätzliche Compute-Instanzen und Egress über das Kontingent hinaus werden separat abgerechnet, etwa 0,09 USD/GB Egress. Die realen Monatskosten hängen stark vom Nutzungsprofil ab.
Ist Supabase self-hosted günstiger als Supabase Cloud?
Ab einem bestimmten Nutzungs- und Datenprofil ja. Ein Hetzner AX41 kostet rund 39 €/Monat netto, dazu kommen 2–5 Stunden Wartung monatlich und einmalig 5.000–20.000 € Setup. Über drei Jahre liegt das Gesamtbild einer mittelständischen Webanwendung bei ca. 40.000–80.000 € – vergleichbare Managed-Services liegen im selben Zeitraum oft beim Doppelten. Die Ersparnis ist aber nur echt, wenn die internen Betriebsstunden zum realen Stundensatz eingepreist werden.
Wann lohnt sich Supabase Cloud trotz höherer Kosten?
Für kleine, frühe Projekte ohne eigenes Ops-Team. Managed bedeutet weniger interne Stunden, schnelleren Start und keine Betriebsverantwortung für Updates, Backups und Monitoring. Solange Sie diese Verantwortung intern nicht sauber abbilden können oder wollen, ist Cloud im Gesamtaufwand günstiger – die reine Infrastrukturrechnung greift hier zu kurz.
Welche versteckten Kosten hat Supabase Cloud?
Die Plan-Basispreise sind transparent, die nutzungsabhängigen Posten nicht. Egress (0,09 USD/GB), zusätzliche Compute-Instanzen (Micro bis 16XL, ca. 10 USD bis rund 3.730 USD/Monat) und MAU-Overages skalieren mit dem Projekterfolg. Cloud-Preise sind generell volatil – mit Stichdatum prüfen. Der Mechanismus ist entscheidend: Managed-Kosten steigen, wenn das Projekt wächst.

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