MVP entwickeln lassen: in 6–12 Wochen produktiv, auf einem Stack, der den Ausbau trägt

Wenn Sie Ihr MVP entwickeln lassen, wollen Sie vor allem eines wissen: Nehmen Kunden das Produkt an? Ihre ersten Kunden nutzen es im Browser, und Sie sehen an den Zahlen, wie viele sich anmelden und danach tatsächlich damit arbeiten. Eine App für App Store und Google Play ist ein eigenes Projekt. Ab 8.000 € netto in der Minimal-Konfiguration (Stand Oktober 2026), Festpreis nach dem Konzept-Check, Anwendung und Datenbank auf EU-Servern, Repository auf Ihren Namen.

Für wen: Gründerteams, die vor der großen Investition wissen wollen, ob Kunden ihr Produkt nutzen und bezahlen. Und Produktteams in Unternehmen, die ein neues Angebot für ihre Kunden am Markt erproben wollen, ohne die eigene IT damit zu binden. Wir sind ein Berliner Team aus sieben Leuten mit über 150 abgeschlossenen Projekten und halten Workshops zur MVP-Entwicklung in Berlin und Brandenburg gern vor Ort. Wir entwickeln KI-gestützt: schneller ja, pauschal günstiger nein.

Wann Sie uns nicht brauchen: Für ein Wochenend-Experiment, aus dem kein dauerhaftes Produkt werden soll, reicht der kostenlose Supabase-Plan oder Firebase. Soll ein MVP als Smartphone-App im Google-Umfeld schnell live gehen und spielt Datensouveränität keine große Rolle, ist Firebase der kürzere Weg. MVPs unter etwa 8.000 € bauen wir nicht, dafür reicht meist ein KI-Baukasten oder ein Standardwerkzeug. Und wollen Sie einen bekannten Ablauf im eigenen Haus digitalisieren, brauchen Sie kein MVP, sondern Individualsoftware.

MVP-Entwicklung: vier Wege zum ersten zahlenden Kunden

Vorab drei Begriffe, die oft verwechselt werden: Ein Klickdummy zeigt, wie ein Produkt aussehen könnte, speichert aber keine Daten. Ein Proof of Concept prüft, ob etwas technisch machbar ist, etwa eine KI-Funktion mit Ihren Daten. Ein MVP (Minimum Viable Product) ist das kleinste Produkt, das Kunden mit echten Daten nutzen und bezahlen können.

Woran Start-ups scheitern: CB Insights hat untersucht, warum mit Wagniskapital finanzierte Start-ups seit 2023 schließen mussten. Bei 385 von ihnen ließ sich die Ursache erkennen, und bei 43 % davon zählte ein schwacher Product-Market-Fit zu den Gründen (Mehrfachnennungen möglich; CB Insights, März 2026). Ein MVP soll früh klären, ob der Markt Ihr Produkt will: Nutzen Kunden es, kommen sie wieder, und zahlen sie? Dafür gibt es vier Wege, und nicht jeder führt zu uns.

KI-Baukasten wie Lovable

Kosten
Abo plus nutzungsabhängige Credits für Bau, Betrieb und KI-Funktionen
Was Sie danach in der Hand haben
Code und Datenbank (Struktur, Daten, Nutzerkonten) als Export; wer Lovable ganz verlässt, braucht für KI-Funktionen und Connectors eigene Konten oder Ersatz
Wann dieser Weg passt
Für den schnellen ersten Stand, bis echte Kundendaten oder Zahlungen dazukommen und jemand Datenmodell und Zugriffsregeln prüfen und verantworten muss

Freelancer

Kosten
Im Median verlangen freiberufliche Softwareentwickler 90 €/h netto (freelancermap, Stand September 2026)
Was Sie danach in der Hand haben
Einen Prototyp, den Sie verwerfen können, wenn die Annahme nicht trägt
Wann dieser Weg passt
Wenn ein technisches Gründerteam selbst steuert

MVP mit uns

Kosten
Ab 8.000 € netto in der Minimal-Konfiguration, bis 20.000 € mit einer Integration wie der Zahlungsabwicklung; live in 6–12 Wochen. Firmenkunden-Paket zusätzlich nach Aufwand
Was Sie danach in der Hand haben
Ein Produkt, das auf demselben Stack weiterwächst; Repository und Konten auf Ihren Namen
Wann dieser Weg passt
Wenn das Produkt echte Kundendaten speichert, Zahlungen abwickeln und später die Prüfung durch den Firmeneinkauf bestehen soll

Eigenes Team

Kosten
Gehälter ab dem ersten Monat, unabhängig davon, ob das Produkt trägt
Was Sie danach in der Hand haben
Das Wissen bleibt im Haus
Wann dieser Weg passt
Wenn der Product-Market-Fit belegt ist

Quellen zur Tabelle: Lovable zu Plänen und Credits, zum Datenexport und zu Hosting und Eigentum, freelancermap zum Stundensatz von Softwareentwicklern. Unsere Preise sind Nettopreise, Stand Oktober 2026. Warum eine Festanstellung vor dem Product-Market-Fit selten passt, steht in unserem Beitrag Inhouse, Freelancer oder Agentur.

Vor der Wahl des Weges steht eine Grundfrage: Wollen Sie einen bekannten Ablauf im eigenen Haus digitalisieren, geht es um Individualsoftware. Wollen Sie herausfinden, ob Kunden ein neues Produkt nutzen und bezahlen, geht es um ein MVP.

Weitere Wegweiser: Sollen sich Ihre Kunden anmelden und Aufträge, Dokumente oder Rechnungen selbst abrufen, lesen Sie Kundenportal entwickeln lassen. Bremst ein Altsystem und soll das Neue daneben wachsen, passt Software-Modernisierung. Soll das Produkt als App in App Store und Google Play erscheinen, steht der Weg dorthin unter Web App entwickeln lassen.

Soll KI Abläufe im eigenen Betrieb übernehmen, beginnt das mit der KI-Beratung. Sollen bestehende Systeme Daten ohne Handarbeit austauschen, ist es ein Fall für Prozessautomatisierung. Und soll ein neues Produkt neben einem Java-Kernsystem entstehen, beschreibt Two-Speed IT in der Praxis den Aufbau.

MVP entwickeln lassen: was im Festpreis steckt – und was nicht

Den Festpreis nennen wir nach dem Konzept-Check, einem Vorprojekt von 1–2 Wochen. Er gilt für einen fest beschriebenen Umfang, und den legen wir hier offen, damit Sie Angebote vergleichen können. Alle Preise in diesem Abschnitt sind Nettopreise, Stand Oktober 2026.

Minimal-Konfiguration ab 8.000 €: der kleinste Umfang, mit dem Kunden Ihr Produkt nutzen und Sie ihr Verhalten messen. Dazu gehören Anmeldung per E-Mail, ein vollständiger Kernablauf für eine Nutzergruppe und eine Testumgebung. Die Messung zählt vier Schritte: den ersten Klick, die begonnene und die abgeschlossene Anmeldung sowie die erste echte Nutzung. So sehen Sie, an welcher Stelle Interessenten abspringen.

Betrieb und Übergabe: Anwendung und Datenbank laufen auf EU-Servern, mit täglichem Backup. Die Wiederherstellung testen wir einmal und dokumentieren sie, denn ein nie zurückgespieltes Backup ist kein Backup. Zur Übergabe gehören ein Termin, ein kurzes Betriebshandbuch und ein Fahrplan für den Ausbau. Repository und Anbieterkonten laufen von Anfang an auf Ihren Namen.

Bis 20.000 €: Zusätzlich ist eine Integration dabei. Ihr Produkt liest dann Daten aus einem anderen System, etwa einem CRM, oder wickelt Zahlungen über einen Standardanbieter wie Stripe ab. Jeder Firmenkunde bekommt eine eigene Organisation, und Postgres trennt die Daten mit Rechte-Regeln auf Datenebene (Row Level Security, kurz RLS). Live ist das MVP in 6–12 Wochen, den Konzept-Check eingerechnet.

Warum Zahlungen in diesen Rahmen passen: Wer Daten in ein fremdes System schreibt, braucht Fehlerbehandlung, Wiederanlauflogik und Tests gegen ein System, das niemand für Experimente hergibt. Für Zahlungen stellt ein Standardanbieter wie Stripe einen Testmodus und einen dokumentierten Ablauf bereit. Eine Integration, die in Ihr ERP schreibt, gehört dagegen in die Ausbaustufe.

Organisation oder Mandant? Im MVP ist jeder Firmenkunde eine Organisation in derselben Anwendung, getrennt per RLS. Von Mandantenfähigkeit sprechen wir erst bei getrennten Datenräumen und eigenen Rollen je Mandant. Eine solche Plattform ist ein eigenes Projekt: Wir bieten sie nach einer Anforderungsanalyse zum Festpreis an, wie auf unserer Seite zur Individualsoftware beschrieben.

Zusätzlich buchbar: Das Firmenkunden-Paket bringt Firmenlogin per SAML (Single Sign-on, kurz SSO), angebunden an einen Identity-Provider wie Microsoft Entra ID. Dazu kommen die Unterlagen für die Standardfragen aus dem Einkauf Ihrer Kunden, vom Löschkonzept bis zur Liste der Unterauftragsverarbeiter. Abgerechnet wird nach Aufwand, Richtwert für das ganze Paket mit einem Identity-Provider: 1,5–3 Personentage. Was genau darin steckt, steht im nächsten Abschnitt.

Festpreis nach Sichtung: Einen KI-Machbarkeitstest oder die Übernahme eines bestehenden Prototyps bieten wir zum Festpreis an, sobald wir Daten oder Code gesehen haben.

Zwölf Posten, die in Angeboten oft fehlen

Die Liste stammt aus unserem Artikel zu Softwarekosten: Diese Posten fehlen in Angeboten regelmäßig und werden trotzdem bezahlt. Dort steht auch: „Ein Angebot ohne die Liste dessen, was nicht enthalten ist, ist kein Angebot. Es ist ein Einstiegspreis.“ Wo jeder Posten bei uns steht, zeigt die Tabelle (Preise netto, Stand Oktober 2026).

Test- und Abnahmeumgebung, Testdaten, Unterstützung bei der Abnahme

Wo er bei uns steht
Testumgebung im Festpreis; wer Testdaten stellt und wie die Abnahme abläuft, legt das Festpreisangebot fest
Preis netto
Testumgebung enthalten

Überwachung, Alarmierung und Backup mit getesteter Wiederherstellung

Wo er bei uns steht
Backup mit dokumentiertem Wiederherstellungstest im Festpreis; Überwachung in der Betreuung; automatische Alarmierung mit dem Betriebs-Setup der Ausbaustufe
Preis netto
Backup enthalten; Betriebs-Setup 5.000–20.000 € einmalig

Dokumentation und Betriebsübergabe

Wo er bei uns steht
im Festpreis: kurzes Betriebshandbuch und ein Übergabetermin
Preis netto
enthalten

Schulung und Einführung

Wo er bei uns steht
Übergabetermin im Festpreis, weitere Schulungen nicht
Preis netto
weitere Schulungen nach Aufwand

Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), technische und organisatorische Maßnahmen (TOM), Löschkonzept

Wo er bei uns steht
AVV zwischen Ihnen und uns: Teil des Vertrags, sobald wir in Ihrem Auftrag personenbezogene Daten verarbeiten. TOM-Beschreibung und Löschkonzept für den Einkauf Ihrer Kunden: im optionalen Firmenkunden-Paket
Preis netto
AVV enthalten; Paket nach Aufwand, Richtwert 1,5–3 Personentage für das ganze Paket

Sicherheitsprüfung und laufende Aktualisierung der Abhängigkeiten

Wo er bei uns steht
Updates in der Betreuung nach dem Start; eine eigene Sicherheitsprüfung ist nicht enthalten
Preis netto
Betreuung: 2–5 h im Monat à ca. 120 €/h

Rollen- und Rechtekonzept

Wo er bei uns steht
Ausbaustufe oder Zwei-Wochen-Takte; das MVP startet mit einer Nutzergruppe
Preis netto
im Rahmen der Ausbaustufe (20.000–60.000 €) oder nach Aufwand

Integrationen, die Daten in andere Systeme schreiben, mit Fehler- und Wiederanlauflogik

Wo er bei uns steht
Ausbaustufe oder Zwei-Wochen-Takte; eine Zahlungsabwicklung über einen Standardanbieter ist schon im MVP bis 20.000 € möglich
Preis netto
im Rahmen der Ausbaustufe oder nach Aufwand

Weiterentwicklungsbudget für die ersten zwölf Monate

Wo er bei uns steht
Zwei-Wochen-Takte mit Budgetdeckel oder fester Monatsrahmen (Retainer)
Preis netto
nach Aufwand oder 4.000–12.000 €/Monat

Altdatenmigration mit Bereinigung und Probeläufen

Wo er bei uns steht
nicht im MVP-Festpreis
Preis netto
eigener Festpreis nach Sichtung der Daten

Vertraglich zugesicherte Reaktionszeiten (Support-SLA)

Wo er bei uns steht
nicht enthalten
Preis netto
–

Lizenz- und Hostingkosten Dritter

Wo er bei uns steht
zahlen Sie direkt an den Anbieter
Preis netto
z. B. Supabase Pro ab 25 $/Monat; Firmenlogin in Pro und Team: 50 monatlich aktive Nutzer inklusive, jeder weitere 0,015 $ im Monat

Was nach dem MVP bleibt – und wann doch neu gebaut wird

Ein MVP ist bei uns kein Wegwerf-Prototyp, sondern der erste Stand Ihres Produkts. Wir bauen mit Next.js und Supabase, also auf Postgres mit Rechte-Regeln auf Datenebene (RLS) ab dem ersten Tag. Ausbaustufen setzen in der Regel darauf auf, statt von vorn zu beginnen: Das Fundament bezahlen Sie nur einmal. Die Ausnahmen stehen weiter unten.

Was einen späteren Umbau teuer macht, bringt unser Artikel Von Firebase zu Supabase migrieren auf einen Satz: „Was Projekte sprengt, ist das Datenmodell.“ Deshalb skizzieren wir das Datenmodell schon im Konzept-Check, auch für Teile, die erst nach dem MVP kommen.

Für die Anmeldung starten Produkt-MVPs mit Supabase Auth. Ein Produkt, das nach der Messphase vielleicht wieder eingestellt wird, braucht keinen eigenen Identity-Server, den jemand pflegen und überwachen muss. Das spart Betriebskosten, solange offen ist, ob das Produkt bleibt.

Keycloak kommt dazu, sobald Anforderungen auftauchen, die Supabase Auth nicht abdeckt. Typisch sind vier Fälle: die direkte Anbindung eines LDAP-Verzeichnisses oder lokalen Active Directory samt Abgleich der Gruppen, SAML-Anmeldungen, die Ihr Produkt selbst für andere Systeme ausstellt, Mandanten mit eigener Anmeldeseite und eigenen Administratoren sowie Betrieb im eigenen Rechenzentrum.

Steht einer dieser Fälle schon zu Beginn fest, ist Keycloak ab dem ersten Tag dabei. Zur Minimal-Konfiguration gehört das nicht, den Aufwand nennt das Festpreisangebot nach dem Konzept-Check. Kommt Keycloak erst später dazu, findet der Wechsel vor der Tür statt, nicht im Fundament: Datenbank und Rechte-Regeln bleiben unverändert, wie Reicht Supabase Auth? zeigt.

In der Regel kein Neubau – mit drei Ausnahmen

Grundlegender Kurswechsel: Zeigt die Messung, dass Kunden ein anderes Produkt wollen, passt oft auch das Datenmodell nicht mehr. Dann bauen wir neu und nutzen dafür, was die Messung gezeigt hat.

Firmenlogin erst nachträglich: Meldet sich jemand mit Passwort-Konto zum ersten Mal per Firmenlogin an, legt Supabase ein zweites Konto mit derselben E-Mail-Adresse an. Zusammengeführt werden die Konten nicht automatisch: Für die Übertragung von Daten und Rechten braucht es eine eigene Funktion. Wer früh weiß, dass Firmenkunden kommen, plant das Firmenlogin deshalb von Beginn an ein.

Übernahme eines fremden Prototyps: Code aus einem KI-Baukasten oder von einem anderen Team sichten wir zuerst. Ob wir ihn weiterführen oder Teile neu aufsetzen, steht danach im Festpreisangebot.

Vorbereitet auf die Standardfragen aus dem Firmeneinkauf

Oft schickt schon der erste Firmenkunde einen Fragebogen zu Sicherheit und Datenschutz. Die technische Grundlage ist ab dem ersten Tag dabei: Rechte-Regeln auf Datenebene, EU-Server für Anwendung und Datenbank, tägliche Backups. Mit dem optionalen Firmenkunden-Paket liegen auch die Antworten bereit, bevor der Einkauf fragt:

Firmenlogin (SSO): Die Beschäftigten Ihres Kunden melden sich mit ihrem gewohnten Firmenkonto an, etwa aus Microsoft Entra ID (früher Azure Active Directory) oder Okta. Technisch läuft das per SAML 2.0 über Supabase Auth.

Technische Unterlagen: eine Beschreibung der technischen und organisatorischen Maßnahmen (TOM), ein Löschkonzept, eine Skizze der Datenflüsse und eine Übersicht, welche Rolle was sehen und ändern darf. Die TOM-Beschreibung brauchen Sie auch als Anlage zum Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit Ihren Kunden.

Unterauftragsverarbeiter: Wir listen jeden eingesetzten Dienst mit Sitz und Datenstandort, auch Zahlungsanbieter wie Stripe und den E-Mail-Dienst. Der Auftragsverarbeitungsvertrag von Supabase gilt samt EU-Standardvertragsklauseln automatisch für alle Kunden, eine eigene Unterschrift ist nicht nötig. Wer die Benachrichtigungen abonniert, erfährt Änderungen an der Supabase-Liste der Unterauftragsverarbeiter mindestens 30 Tage vorher.

Protokolldaten: Wir dokumentieren, welche Nutzungs- und Protokolldaten das System erhebt. Danach fragen Datenschutzbeauftragte und oft auch der Betriebsrat Ihres Kunden.

Nachweise: Ein MVP hat keine eigene Zertifizierung. Supabase ist nach SOC 2 Type 2 geprüft und nach ISO 27001 zertifiziert. Den Bericht und das Zertifikat erhalten Sie aber erst ab dem Team-Plan, der ab 599 $/Monat kostet (Stand Oktober 2026).

Datenstandort: Anwendung und Datenbank laufen auf EU-Servern, entweder in Supabase Cloud in der Region Frankfurt oder selbst betrieben in Deutschland. Supabase betreibt allerdings alle Regionen auf AWS, Vertragspartner ist laut Nutzungsbedingungen eine Gesellschaft in Singapur, und der Vertrag unterliegt kalifornischem Recht. Einen Zugriff nach dem US CLOUD Act können wir deshalb nicht ausschließen, nur das Risiko minimieren, etwa mit eigenem Betrieb in Deutschland.

Welcher Betriebsweg zu Ihren Kunden passt, legen wir im Konzept-Check gemeinsam fest. Rechtsberatung ersetzen wir nicht: Die technische Dokumentation liefern wir Ihrem Datenschutzbeauftragten oder Ihrer Kanzlei zu.

Sicherheit & Compliance

Ihre Kunden vertrauen Ihnen sensible Daten an. Wir nehmen diese Verantwortung ernst.

Ob Datenschutzbeauftragter, IT-Sicherheit oder der Einkauf eines Großkunden: Wenn Fragen zur Sicherheit kommen, haben Sie belastbare Antworten. Wir planen Datenschutz und Sicherheit vom ersten Tag an mit und bauen nach den Prinzipien der Twelve-Factor App. Das erleichtert Freigaben und Audits und schafft die technische Grundlage, damit Sie Anforderungen aus DSGVO, ISO 27001 oder HIPAA erfüllen können.

Regelwerke, deren technische Anforderungen wir in Projekten umsetzen

  • DSGVO
  • ISO 27001
  • HIPAA
  • NIS2
Anforderungen im Erstgespräch klären

Wie Sie uns als Agentur für MVP-Entwicklung vor dem Auftrag prüfen

Vertrauen ist für ein erstes Projekt viel verlangt. Deshalb können Sie vier Dinge prüfen, bevor Sie das MVP beauftragen, und ein fünftes ab dem ersten Projekttag:

Öffentliche Preise: Die Preisrahmen für Konzept-Check, MVP, Betreuung und Ausbau stehen auf dieser Seite, netto und mit Stand-Datum. Sie kennen die Größenordnung also, bevor wir sprechen.

Elf Prüffragen: Legen Sie unser Festpreisangebot neben die elf Fragen an Ihr Angebot aus unserem Artikel zu Softwarekosten. Jede Frage, die ein Anbieter nicht in zwei Sätzen beantworten kann, ist ein Kostenrisiko, auch bei uns.

Begründete Technik: Warum wir Supabase und Keycloak empfehlen, steht mit Quellen in drei Fachartikeln: Supabase und Keycloak, Was kostet Keycloak wirklich? und Supabase oder Firebase. Der dritte zeigt auch, wann Firebase die bessere Wahl ist.

Erst ein kleiner Auftrag: Der Konzept-Check dauert 1–2 Wochen und kostet 1.500–3.000 € netto (Stand Oktober 2026). Danach kennen Sie unsere Arbeitsweise und halten einen Steckbrief und ein Festpreisangebot in der Hand. Das Angebot können Sie neben andere legen, bevor Sie über das MVP entscheiden.

Repository auf Ihren Namen: Der Quellcode gehört Ihnen, das Repository läuft von Anfang an auf Ihren Namen. So sehen Sie jeden Zwischenstand selbst, nicht erst bei der Übergabe. Blind vertrauen müssen Sie uns also nicht: Sie können jederzeit nachsehen.

Was Sie bei uns kaufen können

Drei Schritte, und nach jedem entscheiden Sie neu, ob es weitergeht.

Konzept-Check

1–2 Wochen, 1.500–3.000 € netto (Stand Oktober 2026). Wir schneiden Ihr Vorhaben auf den kleinsten Umfang zu, der zeigt, ob Kunden Ihr Produkt nutzen und bezahlen. Beauftragen Sie danach das MVP, rechnen wir den Check an.

Ablaufkarte aus Nutzersicht und Streichliste: Was nicht ins MVP muss, bezahlen Sie nicht
Skizze des Datenmodells, damit der Ausbau nicht am Fundament scheitert
Messgrößen und Abbruchkriterium, vorab vereinbart: Sie wissen vorher, bei welchen Zahlen Sie stoppen
Betriebsweg passend zu Ihren Kunden: Supabase Cloud in Frankfurt oder eigener Betrieb in Deutschland
Ergebnis: Steckbrief und Festpreisangebot, das Sie neben andere Angebote legen können

MVP zum Festpreis

Ab 8.000 € netto in der Minimal-Konfiguration, bis 20.000 € mit einer Integration (Stand Oktober 2026). Live in 6–12 Wochen, den Check eingerechnet.

Anmeldung und ein vollständiger Kernablauf für eine Nutzergruppe: Ihre Kunden nutzen das Produkt von Anfang bis Ende
Messung vom ersten Klick bis zur ersten echten Nutzung: Sie sehen, wo Interessenten abspringen
Testumgebung: Sie prüfen Änderungen, bevor Ihre Kunden sie sehen
Anwendung und Datenbank auf EU-Servern, mit täglichem Backup und getesteter Wiederherstellung
Repository auf Ihren Namen, Übergabe mit Betriebshandbuch und Fahrplan für den Ausbau
Zusätzlich buchbar: Firmenkunden-Paket nach Aufwand, Richtwert 1,5–3 Personentage

Nach dem Start

Nach der Messphase entscheiden Sie: stoppen, betreuen lassen oder ausbauen. Alle Preise netto, Stand Oktober 2026.

Betreuung mit Updates, Backups und Überwachung: 2–5 h im Monat à ca. 120 €/h, also 240–600 € plus Serverkosten
Weiterentwicklung in Zwei-Wochen-Takten: Sie geben jeden Takt frei, ein Budgetdeckel begrenzt die Kosten
Ausbaustufe mit mehreren Abläufen, Rollen und bis zu zwei Integrationen, auch schreibend: 20.000–60.000 € in 3–6 Monaten
Betriebs-Setup mit Pipelines, Alarmierung, Backups und geprobtem Wiederanlauf: 5.000–20.000 € einmalig; Hochverfügbarkeit erhöht die laufenden Serverkosten
Fester Monatsrahmen statt eigenem Produktteam (Retainer): 4.000–12.000 €/Monat
Matthias Radscheit, Geschäftsführer

Passt Ihr Vorhaben in 6–12 Wochen?

Matthias Radscheit, Geschäftsführer Happycoding (Radscheit GmbH)

matthias@happycoding.it

Wer an Ihrem Projekt arbeitet

Unser Berliner Senior-Team, vom ersten Entwurf bis zum Betrieb. Sie sprechen direkt mit denen, die Ihren Code schreiben.

Das Team kennenlernen

FAQ

Was Gründer- und Produktteams vor dem ersten Auftrag fragen

Ein MVP kostet bei uns 8.000–20.000 € netto, Stand Oktober 2026: ab 8.000 € in der Minimal-Konfiguration mit einem Kernablauf für eine Nutzergruppe, bis 20.000 € mit einer Integration (lesend oder Zahlungsabwicklung). Der Konzept-Check davor kostet 1.500–3.000 € und wird beim MVP angerechnet. Lizenz- und Hostingkosten Dritter kommen dazu, etwa Supabase Pro ab 25 $ im Monat; Firmenkunden-Paket, Betreuung und Ausbau buchen Sie nur bei Bedarf. Warum Angebote für dieselbe Anforderung so weit auseinanderliegen, erklärt unser Artikel zu Softwarekosten.

Ein MVP ist bei uns in 6–12 Wochen live, den Konzept-Check von 1–2 Wochen eingerechnet. Wo Ihr Vorhaben in dieser Spanne liegt, hängt vor allem von zwei Dingen ab: von der Integration und davon, wie schnell in Ihrem Team Entscheidungen fallen. Soll das Produkt zusätzlich in App Store und Google Play erscheinen, ist das ein eigenes Projekt: Den Weg dorthin beschreibt Web App entwickeln lassen.

Das MVP bauen wir zum Festpreis, die Weiterentwicklung danach rechnen wir nach Aufwand ab: mit Budgetdeckel und Freigabe alle zwei Wochen. Ehrlich kalkulierbar ist ein Festpreis nur für einen scharf geschnittenen Umfang, und den legt der Konzept-Check fest. Unser Grundsatz aus dem Artikel zu Softwarekosten: „Wer die erste Stufe nicht zum Festpreis anbieten kann, hat sie nicht verstanden.“

Nach dem MVP muss in der Regel nicht neu gebaut werden, mit drei Ausnahmen: ein grundlegender Kurswechsel beim Produkt, ein später Wechsel von Passwort-Konten auf Firmenlogin und die Übernahme eines fremden Prototyps. Sonst wächst das MVP auf demselben Stack weiter: Datenbank und Rechte-Regeln bleiben. Kommt später Keycloak dazu, ändert sich das Fundament nicht, wie unser Beitrag Reicht Supabase Auth? zeigt.

Sprechen die Zahlen gegen die Idee, endet das Projekt geplant: Messgrößen und Abbruchkriterium legen wir schon im Konzept-Check fest, so wie bei unseren KI-Piloten. Ein Rechenbeispiel für den Stopp nach drei Monaten Messung, ohne Server- und Lizenzkosten der Anbieter: MVP mit angerechnetem Check plus drei Monate Betreuung (2–5 h im Monat à ca. 120 €/h) ergeben rund 8.700–21.800 € netto (Stand Oktober 2026). Code, Daten und Dokumentation bleiben bei Ihnen.

Ja: Anwendung und Datenbank laufen auf EU-Servern, Firmenlogin per SAML 2.0 und AVV-Unterlagen bringt das optionale Firmenkunden-Paket. Bei Supabase Cloud (Region Frankfurt, betrieben auf AWS) können wir einen Zugriff nach dem US CLOUD Act nicht ausschließen, nur das Risiko verringern. Laut Supabase-Dokumentation zu SAML-SSO fehlt ein Single Logout: Die Abmeldung beim Firmenkonto beendet die Sitzung im Produkt nicht.

Eine eigene Zertifizierung hat ein MVP nicht, und SOC-2-Bericht sowie ISO-27001-Zertifikat von Supabase gelten nur für die Cloud; Sie erhalten sie erst ab dem Team-Plan für 599 $ im Monat (Stand Oktober 2026).

Ja: Wir sichten die App, danach nennen wir einen Festpreis für Übernahme und Fertigstellung. Lovable exportiert die Datenbank samt Nutzerkonten, den Code synchronisiert es mit GitHub; neue Projekte laufen seit 13. Mai 2026 auf TanStack Start, ältere auf React mit Vite. Die Oberfläche führen wir weiter oder portieren sie, KI-Funktionen und Connectors richten wir mit Ihren eigenen Konten neu ein oder ersetzen sie. Was der Export auslässt, etwa hochgeladene Dateien und API-Schlüssel, steht in der Lovable-Dokumentation.

Vor dem Bau prüft ein Machbarkeitstest mit festen Testfragen und erwarteten Antworten, ob die KI-Funktion mit Ihren Daten gut genug arbeitet; danach nennen wir einen Festpreis. Die Transparenzpflichten aus Art. 50 der KI-Verordnung (EU AI Act) gelten seit 2. August 2026, etwa die Kennzeichnung KI-erzeugter Inhalte: Ein neues MVP muss sie ab dem ersten Tag erfüllen, soweit sie greifen.

Pflichten für Hochrisiko-Systeme folgen ab 2. Dezember 2027, etwa für die Personalauswahl, und ab 2. August 2028 für KI als Sicherheitsbauteil regulierter Produkte. Was das für Auftraggeber bedeutet, erklärt unser Beitrag EU AI Act für Software-Auftraggeber.

Der Quellcode gehört Ihnen, das Repository läuft von Anfang an auf Ihren Namen. Fallen wir aus, kann Ihre eigene IT oder ein anderes Team mit dem letzten Stand weitermachen; nach der Übergabe liegen auch Betriebshandbuch und Fahrplan für den Ausbau bei Ihnen. Der Stack besteht aus verbreiteten Open-Source-Bausteinen wie Next.js, Postgres und Supabase, für die Sie auch anderswo Entwickler finden. Und Sie arbeiten mit einem Team aus sieben Leuten, nicht mit einer Einzelperson: Wer dazugehört, zeigt unsere Seite Über uns.

Für ein Produkt-MVP, das Sie an externe Kunden verkaufen, greifen die beiden Programme aus unseren Ratgebern nicht: BIG-Digital fördert Abläufe im eigenen Betrieb in Brandenburg, die KI-Förderung MV den KI-Einsatz im eigenen Betrieb in Mecklenburg-Vorpommern. Für andere Vorhaben gilt bei beiden: erst der Antrag, dann der Vertrag.

Bei BIG-Digital ist vorher ein Gespräch mit der Wirtschaftsförderung WFBB Pflicht, und unterschreiben dürfen Sie erst nach der Eingangsbestätigung der Förderbank ILB (Stand Oktober 2026). Unser Grundsatz: Eine Förderung darf nie der Grund für ein Projekt sein.

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150+
Abgeschlossene Projekte
15
Jahre Erfahrung
7
Senior‑Level Teammitglieder