Die Sanity-Preispläne im Überblick
«Was kostet Sanity?» ist eine Frage mit zwei Antworten. Die kurze: zwischen 0 und 15 Dollar pro Seat und Monat, solange du unter den Limits bleibst. Die ehrliche: Die Sanity-Rechnung ist der kleinste Posten deines Projekts. In diesem Artikel rechne ich dir beides vor, mit exakten Zahlen von sanity.io/pricing, Stand September 2026.
Falls du Sanity noch nicht kennst: Mein Guide Was ist Sanity? erklärt Content Lake, Studio und GROQ im Detail. Hier geht es nur ums Geld. Sanity verkauft drei Pläne: Free, Growth und Enterprise.
| Plan | Preis | Seats | Dokumente | Datasets |
|---|---|---|---|---|
| Free | 0 Dollar | 20 (hartes Limit) | 10.000 | 2 (nur public) |
| Growth | 15 Dollar pro Seat/Monat | bis 50 | 25.000 | 2 (private oder public) |
| Enterprise | auf Anfrage | custom | custom | custom |
Alle Tabellenwerte stammen von sanity.io/pricing, Stand September 2026.
Free: 0 Dollar, dauerhaft
Sanity nennt den Free-Plan wörtlich «$0 forever». Enthalten sind 20 Seats, 10.000 Dokumente, 2 Datasets, 250.000 API-Requests und 1 Million API-CDN-Requests pro Monat, dazu je 100 GB Bandbreite und Asset-Speicher sowie 1.000 AI Credits (sanity.io/pricing, Stand September 2026). Für einen Gratis-Plan ist das bemerkenswert viel.
Zwei Einschränkungen musst du kennen. Erstens: Es gibt nur die Rollen Administrator und Viewer, und die 20 Seats sind ein hartes Limit ohne Zukaufoption. Zweitens: Beide Datasets sind ausschließlich public, deine Inhalte sind über die API also öffentlich lesbar. Für eine Marketing-Site ist das egal, für vertrauliche Daten nicht.
Wichtig außerdem: Pay-as-you-go gibt es im Free-Plan nicht. Was bei einer Limit-Überschreitung konkret passiert, dokumentiert die Preisseite nicht. Klar ist nur: Nachkaufen kannst du nichts, der Ausweg heißt Growth.
Growth: 15 Dollar pro Seat und Monat
Growth kostet 15 Dollar pro Seat und Monat, zahlbar ausschließlich monatlich; Jahreszahlung gibt es erst bei Enterprise (sanity.io/pricing, Stand September 2026). Dafür bekommst du bis zu 50 Seats und die Rollen Administrator, Viewer, Editor, Developer und Contributor. Die Dokumentgrenze steigt auf 25.000, die Unique Attributes pro Dataset von 2.000 auf 10.000.
Beim Kleingedruckten wartet eine Überraschung: API-Requests, CDN-Requests, Bandbreite und Asset-Speicher sind identisch mit dem Free-Plan. Der Aufpreis kauft dir Rollen, mehr Dokumente und vor allem das Recht, Überschreitungen zu bezahlen statt an ein hartes Limit zu stoßen.
Die Overage-Preise (sanity.io/pricing, Stand September 2026): 1 Dollar pro 25.000 zusätzliche API-Requests, 1 Dollar pro 250.000 API-CDN-Requests, 0,30 Dollar pro GB Bandbreite, 0,50 Dollar pro GB Asset-Speicher. AI Credits kosten 0,05 Dollar pro Stück, sobald die 1.000 inkludierten aufgebraucht sind. Was Redaktionen mit diesen Credits anfangen, zeigt mein Artikel über AI Assist in Sanity.
Dazu kommen drei Add-ons: «Increased quota» für 299 Dollar pro Monat hebt die Grenzen auf 50.000 Dokumente, 1 Million API-Requests, 5 Millionen CDN-Requests sowie je 500 GB Bandbreite und Asset-Speicher. «Dedicated Support» kostet 799 Dollar pro Monat. Ein zusätzliches Dataset kostet 999 Dollar pro Monat, maximal zwei sind zubuchbar (sanity.io/pricing, Stand September 2026).
Noch ein Detail aus der FAQ der Preisseite: Jedes neue Projekt erhält automatisch für begrenzte Zeit Zugriff auf Bezahl-Features. Eine Dauer nennt Sanity dort nicht.
Enterprise: Verhandlungssache
Enterprise hat keine öffentliche Preisliste: Alle Limits sind custom, der Preis auch. Nur hier bekommst du Jahreszahlung, Zahlung auf Rechnung und ein Uptime-SLA mit dediziertem Support. Die Vergleichstabelle der Preisseite nennt zudem 5.000 AI Credits pro Monat statt 1.000 (sanity.io/pricing, Stand September 2026).
Was die Limits in der Praxis bedeuten
Vorab eine Einordnung: Preistabellen beantworten nicht die Frage, die dich wirklich interessiert. Nämlich: Wann kippt ein Free-Projekt in den Growth-Plan? Nach meiner Erfahrung aus Kundenprojekten sind es fast nie die API-Limits. Es sind die Rollen.
Seats und Rollen: der häufigste Wechselgrund
Der Free-Plan kennt nur Administrator und Viewer (sanity.io/pricing, Stand September 2026). Wer Inhalte pflegen soll, wird also zwangsläufig Administrator, mit vollem Zugriff auf Projekt und Einstellungen. Sobald ein Kunde sagt «die Werkstudentin soll nur Texte ändern dürfen», brauchst du die Editor-Rolle, und die gibt es erst ab Growth.
Rechne kurz mit: Vier Redakteure plus zwei Entwickler sind sechs Growth-Seats, also 90 Dollar im Monat. Das ist der realistische Einstiegspreis für ein B2B-Projekt mit sauberer Rechtetrennung; meine Beispielannahme, gerechnet mit dem Listenpreis von 15 Dollar.
API-Requests und Bandbreite
250.000 API-Requests im Monat klingen knapp, sind es aber selten. Der Grund: Bei statischem Rendering fragt dein Build den Content ab, nicht jeder einzelne Besucher. Die 1 Million CDN-Requests fangen den Rest ab. Wie sich Sanity unter Last verhält, habe ich im Artikel über Sanity bei hohem Traffic aufgeschrieben.
Die 100 GB Bandbreite pro Monat solltest du beobachten, sobald viele Bilder oder Videos über Sanitys CDN laufen. Im Growth-Plan kostet jedes weitere GB 0,30 Dollar (sanity.io/pricing, Stand September 2026). Bei 200 GB Verbrauch wären das 30 Dollar Overage im Monat; eine Beispielrechnung, kein Messwert.
Dokumente und Attribute: die stillen Grenzen
10.000 Dokumente im Free-Plan reichen für die meisten Firmen-Websites: Ein Blog mit 500 Beiträgen bleibt weit darunter. Eng wird es bei importierten Beständen, etwa Produktkatalogen. Die zweite stille Grenze sind die Unique Attributes, also die Zahl unterschiedlicher Feldpfade in deinen Inhalten: 2.000 pro Dataset im Free-Plan, 10.000 im Growth-Plan (sanity.io/pricing, Stand September 2026).
Datasets: die 999-Dollar-Falle
Beide Selbstbedienungs-Pläne enthalten zwei Datasets. Das dritte kostet im Growth-Plan 999 Dollar pro Monat, maximal zwei Zusatz-Datasets sind möglich (sanity.io/pricing, Stand September 2026). Kein Tippfehler: Der Preis steht wörtlich so auf der Preisseite. Die zwei inkludierten Growth-Datasets dürfen laut Preisseite privat oder public sein («private or public»); nur im Free-Plan sind sie auf public beschränkt (sanity.io/pricing, Stand September 2026).
Die Konsequenz für deine Architektur: Behandle Datasets als knappes Gut. Eines für Produktion, eines für Staging, fertig. Mehrere Marken oder Sprachen gehören als Feld ins Content-Modell, nicht in getrennte Datasets. Wer das beim Setup übersieht, zahlt später 999 Dollar monatlich extra oder baut um.
Beispielrechnung: drei typische Projektgrößen
Zum Thema Praxis: Ich rechne dir drei Projektgrößen durch, wie sie mir als Agentur für Sanity-Projekte regelmäßig begegnen. Alle Annahmen sind meine eigenen und als solche gekennzeichnet; die Stückpreise stammen von sanity.io/pricing, Stand September 2026.
Fall 1: die Marketing-Site
Annahme: Unternehmenswebsite mit 40 Seiten, ein Marketing-Verantwortlicher und eine Agentur pflegen Inhalte, moderater Traffic, statisch gerendert. Dokumente: unter 1.000. Alle Beteiligten dürfen Administrator sein.
Ergebnis: Der Free-Plan reicht, Sanity kostet 0 Dollar pro Monat. 20 Seats, 10.000 Dokumente und 100 GB Bandbreite (sanity.io/pricing, Stand September 2026) liegen weit über dem Bedarf. Einzige Bedingung: Du kommst mit public Datasets und zwei Rollen aus.
Fall 2: die redaktionsstarke B2B-Site
Annahme: Corporate-Site mit Blog und Wissensbereich, acht Personen (fünf Redakteure, zwei Entwickler, ein Admin), Rechtetrennung ist Pflicht, 8.000 Dokumente, 150 GB Bandbreite im Monat durch Bild-Downloads.
Rechnung: 8 Seats × 15 Dollar = 120 Dollar. Dazu 50 GB Bandbreiten-Overage × 0,30 Dollar = 15 Dollar. Macht 135 Dollar pro Monat oder 1.620 Dollar im Jahr; meine Beispielrechnung mit den Listenpreisen von sanity.io/pricing, Stand September 2026.
Fall 3: die Multisite
Annahme: Drei Länder-Websites aus einem Content-Modell, 15 Seats, 40.000 Dokumente, 300 GB Bandbreite im Monat. Alle Marken liegen in einem Dataset, das zweite dient als Staging.
Rechnung: 15 Seats × 15 Dollar = 225 Dollar. Die 40.000 Dokumente sprengen das Growth-Limit von 25.000, also kommt das Add-on «Increased quota» für 299 Dollar dazu, das zugleich die Bandbreite auf 500 GB hebt. Macht 524 Dollar pro Monat, rund 6.288 Dollar im Jahr (Beispielrechnung; Stückpreise: sanity.io/pricing, Stand September 2026).
| Fall | Plan | Sanity-Kosten pro Monat |
|---|---|---|
| Marketing-Site (2 Pflegende) | Free | 0 Dollar |
| B2B-Site (8 Seats, 150 GB) | Growth | 135 Dollar |
| Multisite (15 Seats + Quota-Add-on) | Growth | 524 Dollar |
Alle drei Fälle sind Beispielrechnungen mit offengelegten eigenen Annahmen. Der Vergleich zeigt trotzdem ein Muster:
Sanity skaliert mit deinem Team, nicht mit deinem Traffic: Seats sind der Kostentreiber, Requests fast nie.
Die versteckten Kosten
Jetzt zur unbequemen Wahrheit: Die monatliche Sanity-Rechnung ist der kleinste Block deiner Gesamtkosten. Sanity hostet den Content Lake, also Datenbank, APIs und Asset-CDN (sanity.io/docs/content-lake, Stand September 2026). Deine Website hostet Sanity nicht. Drei Posten tauchen deshalb auf keiner Preisseite auf.
Frontend-Entwicklung
Ein Headless-CMS liefert JSON, keine Website. Das Frontend, meist Next.js oder Astro, musst du bauen lassen. Je nach Umfang ist das ein Projekt im vier- bis fünfstelligen Euro-Bereich; das ist meine Einschätzung als Umsetzer, keine Sanity-Zahl. Bei WordPress steckt dieser Posten versteckt im Theme, bei Sanity steht er offen im Angebot.
Das ist kein Nachteil, sondern ehrlichere Buchhaltung. Aber du musst den Posten einplanen, sonst vergleichst du Äpfel mit Lizenzgebühren.
Studio-Customizing
Das Sanity Studio ist Open Source unter MIT-Lizenz (github.com/sanity-io/sanity, Stand September 2026) und kostet keine Lizenzgebühr. Die Arbeit steckt im Konfigurieren: Schema-Definitionen, Validierungen, Vorschau-Ansichten, Desk-Struktur. Rechne hier in Entwicklertagen statt in Lizenzkosten; auch das eine Einschätzung aus meinen Projekten.
Gehostet wird das Studio kostenlos: entweder bei Sanity per npx sanity deploy auf einer *.sanity.studio-Adresse oder selbst auf jedem statischen Host (sanity.io/docs/studio/deployment und sanity.io/pricing, Stand September 2026).
Hosting des Frontends
Deine eigentliche Website läuft auf Vercel, Netlify, Cloudflare oder einem eigenen Server. Diese Rechnung kommt zur Sanity-Rechnung dazu. Für eine typische Next.js-Site ist das zuweilen ein zweistelliger Monatsbetrag, bei hohem Traffic mehr; abermals eine Einschätzung, keine Herstellerzahl. Die Kurzformel: Sanity-Plan plus Frontend-Hosting plus einmalige Entwicklung ergibt deine echten Kosten.
Sanity vs. WordPress: TCO über drei Jahre
Die Frage nach dem WordPress-Vergleich kommt in fast jedem Erstgespräch. Die Kurzfassung: WordPress hat keine Lizenzkosten, dafür laufende Ausgaben für Hosting, Plugins, Updates und Sicherheit. Sanity hat planbare Plan-Kosten und deutlich weniger Wartung. Über drei Jahre gerechnet liegen beide näher beieinander, als die Null-Dollar-Lizenz von WordPress vermuten lässt.
Die vollständige Rechnung mit allen Posten findest du in meinem TCO-Vergleich WordPress vs. Sanity + Next.js über drei Jahre. Welches System fachlich zu deinem Marketing-Stack passt, klärt der direkte Vergleich WordPress vs. Sanity.
Und gegen andere Headless-Systeme?
Strapi Cloud startet bei 35 Dollar pro Projekt und Monat mit 100.000 API-Requests sowie 50 GB für Assets und Bandbreite; die größeren Stufen liegen bei 90 und 450 Dollar (strapi.io/pricing-cloud, Stand September 2026). Contentfuls günstigster Bezahlplan «Lite» kostet rund 300 Dollar pro Monat bei Jahreszahlung; diese Zahl stammt aus einer Drittquelle vom Juni 2026 (FocusReactive), da Contentfuls Preisseite beim Abruf im September 2026 nicht erreichbar war.
Sanitys Kombination aus Free-Plan und 15 Dollar pro Seat ist in diesem Feld der flexibelste Einstieg: Du zahlst pro Person statt einer Projekt-Pauschale und wächst erst in Kosten hinein, wenn dein Team wächst.
Wann sich Enterprise lohnt
Meine Faustregel: Enterprise wird aus drei Gründen relevant, und keiner davon ist Traffic.
- Einkauf und Compliance: Jahreszahlung und Zahlung auf Rechnung gibt es nur im Enterprise-Plan (sanity.io/pricing, Stand September 2026). Viele Einkaufsabteilungen akzeptieren nichts anderes.
- SLA: Ein vertraglich zugesichertes Uptime-SLA mit dediziertem Support ist ein Enterprise-Feature. Ohne SLA trägst du das Ausfallrisiko formal allein.
- Limits: Wer mehr als 50 Seats, mehr als vier Datasets oder Sonderkonditionen bei Dokumenten und Bandbreite braucht, kommt an Custom-Pricing nicht vorbei.
Umgekehrt gilt: Wenn dich nur ein einzelnes Limit drückt, prüfe zuerst die Growth-Add-ons. 299 Dollar für erweiterte Quoten sind schneller gebucht als ein Enterprise-Vertrag verhandelt. Öffentliche Enterprise-Preise gibt es nicht; stell dich auf einen Verhandlungsprozess statt einer Preisliste ein.
Nächste Schritte
Meine Empfehlung zum Schluss: Starte im Free-Plan und miss vier Wochen lang deine tatsächlichen Verbräuche, bevor du irgendetwas buchst. Die Zahlen aus dem Projekt-Dashboard sind ehrlicher als jede Prognose. Growth kannst du monatlich dazubuchen, sobald Rollen oder Limits es verlangen.
Wenn du wissen willst, was ein Sanity-Projekt in deiner Größenordnung insgesamt kostet, also inklusive Frontend und Studio-Setup: Ich rechne dir das gern konkret vor. Buch dir ein unverbindliches Erstgespräch, dann schauen wir gemeinsam auf dein Vorhaben.
