Was kostet ein Website-Relaunch? Die sechs Posten, die in deinem Angebot fehlen

Ein Relaunch ist kein Neubau mit Rabatt, sondern ein Neubau plus Umzug. Sechs Posten fallen nur beim Umzug an: Content-Inventur, Redirect-Map, Datenmigration, Parallelbetrieb, Abschaltung, Schulung. Wir beziffern sie in Personentagen statt in freischwebenden Euro-Spannen. Die Kernfrage entscheidet sich an einer Größe: ob deine URL-Struktur bleibt oder nicht.
11 Min. LesezeitMatthias RadscheitMatthias Radscheit
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TL;DR

Ein Relaunch ist kein Neubau mit Rabatt, sondern ein Neubau plus Umzug. Sechs Posten fallen nur beim Umzug an: Content-Inventur, Redirect-Map, Datenmigration, Parallelbetrieb, Abschaltung, Schulung. Wir beziffern sie in Personentagen statt in freischwebenden Euro-Spannen. Die Kernfrage entscheidet sich an einer Größe: ob deine URL-Struktur bleibt oder nicht.

  • Ein Relaunch für einen B2B-Mittelständler liegt bei uns zwischen 25.000 und 150.000 € netto. Die Spreizung entscheidet fast ausschließlich die Frage, ob sich die URL-Struktur ändert.
  • Sechs Posten fallen nur beim Umzug an und in keinem Neubau: Content-Inventur, Redirect-Map, Datenmigration aus dem Alt-CMS, Parallelbetrieb, Abschaltung des Altsystems, Schulung der Redaktion.
  • Im Referenzfall mit 300 Bestandsseiten und WordPress summieren sich diese sechs Posten auf 17 bis 38 Personentage Agenturaufwand. Diese Tage sind reiner Aufschlag auf den Neubau, kein Abschlag.
  • Rechne 15 bis 24 Personentage in deinem eigenen Haus dazu. Diesen Posten siehst du in keinem Angebot, bezahlst ihn aber trotzdem.
  • Die verbreitete Ersparnis-Angabe von 30 bis 50 Prozent knüpft rheinspace.de an ein modernes CMS und strukturierte Inhalte. Die schärfere Bedingung ist eine andere: Sie hält nur, solange die URL-Struktur unverändert bleibt.

Was ein Website-Relaunch kostet, und welcher Posten in fast jedem Angebot fehlt

Vorab die Zahl, wegen der du hier bist: Ein Website-Relaunch für einen B2B-Mittelständler liegt bei uns zwischen 25.000 und 150.000 € netto. Die Spreizung um den Faktor sechs entscheidet fast ausschließlich eine einzige Frage: Ändert sich die URL-Struktur oder bleibt sie, wie sie ist. Bleibt sie, fällt der größte Arbeits- und Risikoblock weg. Ändert sie sich, kommt ein Umzug obendrauf. Die Staffelung nach Relaunch-Typ steht offen auf unserer Leistungsseite zum Website-Relaunch, samt der vorgelagerten Bestandsaufnahme darunter und der Konzernstufe darüber.

Jetzt zu der Angabe, die dir in dieser Suche immer wieder begegnet. Die Agentur rheinspace schreibt: «Ist ein modernes CMS vorhanden und die Inhalte strukturiert, lassen sich 30 bis 50 Prozent gegenüber einem Neuprojekt einsparen» (Philip Zadeh, rheinspace.de, 2026). Die Bedingung ist fair gesetzt, und sie wird trotzdem meist ohne den ersten Halbsatz weitergereicht. Sie greift außerdem zu kurz: Sie fragt nach dem Zustand des Bestands. Entscheidend ist aber, was mit diesem Bestand geschieht. Welche Größe die Ersparnis wirklich kippt, zeige ich dir weiter unten.

Denn ein Relaunch ist kein Neubau mit Nostalgierabatt. Er ist ein Neubau plus Umzug. Die Bausubstanz kann tatsächlich günstiger ausfallen: Die Zielgruppe ist bekannt, Inhalte existieren, die Marke steht. Der Umzug dagegen existiert beim Neubau überhaupt nicht. Content-Inventur, Redirect-Map, Datenmigration aus dem Alt-CMS, Parallelbetrieb, Abschaltung des Altsystems, Schulung der Redaktion: sechs Posten, die auf der grünen Wiese schlicht nicht anfallen und die ich in keinem der geprüften Angebote vollständig beziffert gefunden habe.

Merksatz: Was du an der Konzeption sparst, zahlst du am Umzug wieder ein. Wie sich der Preis eines Projekts ohne Bestand zusammensetzt, haben wir getrennt vorgerechnet: was ein Neubau kostet. Und bevor du überhaupt zu kalkulieren anfängst, lohnt die vorgelagerte Frage: ob du überhaupt relaunchen solltest.

Dieser Artikel behandelt ausschließlich den Aufpreis für den Umzug. Er beziffert die sechs Posten in Personentagen, er rechnet das Delta gegenüber der grünen Wiese und er zeigt dir, was dich jeder fehlende Posten später kostet. Was er nicht tut: den Preis einer neuen Website von vorn aufbauen. Dafür gibt es den verlinkten Artikel oben.

Warum ich dir Personentage zeige und keinen Tagessatz

Zum Zahlenmaterial in diesem Feld: Ich habe die Kostenartikel gelesen, die Google mir am 5. August 2026 auf «Website Relaunch Kosten» ausspielt. Das sind webstarterpaket.de, rheinspace.de, mudigital.de, toujou.com, snutig.de, webdelo.de, davidkeiser.de, webnique.de, ariside.de und cookie.design. Sechs davon habe ich Position für Position geprüft. Die meisten nennen einen Verfasser: Maurice Bellach bei snutig.de, Christopher Kohn bei ariside.de, Philip Zadeh bei rheinspace.de, Andreas Popov bei webdelo.de. webstarterpaket.de erscheint ohne Autorennamen.

Zwei legen sogar ihre Datenbasis offen, und das gehört gesagt. webstarterpaket.de schreibt: «Die genannten Preisspannen basieren auf Agentur- und Freelancer-Angeboten 2024 bis 2026, Branchenreports sowie Erfahrungen aus über 100 begleiteten Website-Projekten.» Bei ariside.de steht im Autorenkasten «Hat 20+ Webprojekte kalkuliert und begleitet». Das ist mehr Offenlegung, als ich erwartet hatte.

Was in keinem der geprüften Artikel steht, ist eine Arbeitsmenge. Kein einziger nennt, wie viele Personentage hinter einer Position stecken. Alle Zahlen sind Euro-Spannen ohne Aufwand dahinter. Damit kannst du zwei Angebote nicht vergleichen: Ein Preis ist das Produkt aus Aufwand und Satz, und du siehst nur das Produkt.

Ich drehe das um. Dieser Artikel nennt Personentage und keinen Tagessatz. Der Satz gehört ins Angebot, dort ist er verhandelbar und dort steht er bei uns auch. Die Arbeitsmenge dagegen kannst du sofort auf Plausibilität prüfen, und du kannst sie mit dem Tagessatz jedes Anbieters multiplizieren, den du gerade vergleichst. Alle Personentage weiter unten sind Erfahrungswerte aus unseren eigenen Migrationsprojekten. Sie sind keine Branchenzahlen, und ich verkaufe sie dir nicht als solche.

Eine Erwartung nehme ich dir noch: Eine deutsche Erhebung speziell zu Relaunch-Budgets habe ich gesucht und nicht gefunden. Die bvik-Studie «B2B-Marketing-Budgets 2025» ist die einzige mir bekannte Erhebung mit offengelegter Methodik zu deutschen B2B-Marketingbudgets. Ihre Eckdaten: Online-Befragung vom 18.03. bis 11.06.2025, 93 auswertbare Interviews, Unternehmen ab 50 Beschäftigten, wissenschaftlich begleitet von Prof. Dr. Hannes Huttelmaier (THWS). Sie berichtet ein nominal um 3,1 Prozent gesunkenes Marketing-Budget, 87 Prozent der Befragten mit steigenden Preisen externer Leistungen bei durchschnittlich plus 17 Prozent, rund 1,3 Prozent vom Umsatz als Marketing-Budget und über 80 Prozent, die externes Budget für die Unternehmens-Website einplanen. Ein Euro-Betrag für eine Website steht in der frei verfügbaren Zusammenfassung nicht. Für einen Relaunch erst recht keiner.

Die sechs Posten, die nur beim Umzug anfallen

Damit Zahlen etwas bedeuten, lege ich einen Referenzfall fest: ein B2B-Mittelständler, rund 300 Bestandsseiten, WordPress als Altsystem, vier Redakteure, Vollmigration auf eine neue URL-Struktur unter gleicher Domain. Alle folgenden Personentage sind Agenturaufwand für genau diesen Fall.

Content-Inventur: 4 bis 8 Personentage. Das ist nicht die Migration, sondern die Entscheidung davor. Jede Seite bekommt ein Urteil: behalten, zusammenlegen, neu schreiben, löschen. Treiber ist die Seitenzahl und die Zahl der beteiligten Fachbereiche.

Redirect-Map: 3 bis 6 Personentage. Der Treiber ist hier nicht die Seitenzahl, sondern die URL-Zahl. Aus 300 Bestandsseiten werden im Inventar regelmäßig 800 bis 1.200 URLs: Paginierungen, Kategorie- und Tag-Archive, Medien-URLs unter wp-content, Parametervarianten. Jede davon braucht ein Ziel, danach laufen Testdurchläufe gegen das Inventar. Was passiert, wenn dieser Posten fehlt, steht an anderer Stelle: was der Rankingverlust real kostet.

Datenmigration aus dem Alt-CMS: 5 bis 12 Personentage. WordPress und TYPO3 liefern Inhalte als HTML-Klumpen, ein Headless-CMS erwartet strukturierten Text. Das ist keine Kopie, sondern eine Konvertierung mit Skript, Stichprobe und Nacharbeit. Treiber sind die Zahl der Inhaltstypen und die Sauberkeit der Altdaten.

Parallelbetrieb: 2 bis 5 Personentage plus doppelte Hostingkosten. Im Übergangsfenster laufen zwei Systeme. Redaktionelle Änderungen müssen entweder eingefroren oder doppelt gepflegt werden. Wer beides nicht regelt, migriert Inhalte, die beim Go-Live schon veraltet sind.

Abschaltung des Altsystems: 1 bis 3 Personentage. Export und Archivierung des Datenbestands, Kündigung von Lizenzen und Hosting-Verträgen, DNS-Übergabe, Abschalttermin. Klingt nach Kleinkram und ist der Posten, den ich am häufigsten nachträglich beauftragt sehe.

Schulung der Redaktion: 2 bis 4 Personentage. Vor dem Go-Live, nicht in der Woche danach. Wer erst nach dem Start schult, bekommt die erste Woche als Support-Ticket zurück.

Zur Einordnung zwei Fremdangaben mit Quelle daneben: webstarterpaket.de bepreist die Content-Migration mit 300 bis 800 € beim Freelancer und 500 bis 2.000 € bei der Agentur, ein 301-Weiterleitungskonzept mit 200 bis 500 € beziehungsweise 300 bis 800 € (2026). snutig.de schreibt: «Eine saubere Redirect-Strategie mit Monitoring kostet 2.000 bis 5.000 Euro extra» (2026). Das sind Angaben Dritter zur Einordnung und keine Marktdaten. Rechne sie gegen die Personentage oben, dann siehst du die Spreizung selbst: Drei bis sechs Personentage für eine Redirect-Map und ein Weiterleitungskonzept für 200 € beschreiben nicht dieselbe Leistung. Parallelbetrieb und Abschaltung des Altsystems habe ich in keinem der geprüften Artikel als eigene Position gefunden. Die Schulung taucht bei ariside.de auf, aber nur als Paketbestandteil ohne eigenen Preis. Ein Posten ohne Personentage dahinter ist kein Preis, sondern eine Schätzung mit Euro-Zeichen davor.

Der Posten, den du selbst bezahlst, ohne ihn im Angebot zu sehen

Der teuerste Posten eines Relaunchs steht auf keiner Rechnung. Er steht in deinem eigenen Kalender. Für den Referenzfall oben rechne ich mit 15 bis 24 Personentagen im Haus des Kunden, verteilt über die Projektlaufzeit und über mehrere Köpfe.

Das setzt sich so zusammen: Content-Entscheidungen für rund 300 Seiten kosten 6 bis 10 Personentage, weil sie nicht zentral getroffen werden können, sondern in den Fachbereichen liegen. Freigabeschleifen auf Konzept, Design und Texte schlagen mit 3 bis 5 Tagen zu Buche. Zulieferungen wie Bildmaterial, Rechtstexte und Produktdaten kosten 2 bis 4 Tage. Vier Redakteure in der Schulung binden 2 Tage. Die Abnahme inklusive Stichproben auf Weiterleitungen kostet 2 bis 3 Tage.

Rechne diese Tage gegen die Differenz zwischen zwei Angeboten. Ein Beispiel mit offengelegter Annahme: Bei einem Projekt um 60.000 € sind zehn Prozent Preisunterschied 6.000 €. Setzt du einen internen Personentag mit 400 € an, sind 15 dieser Tage genau diese 6.000 €. Ein Angebot, das die Content-Entscheidungen an dich zurückgibt, ist damit rechnerisch nicht mehr das günstigere. Genau das tun günstige Angebote regelmäßig, ohne es hinzuschreiben. Setz für deinen Fall deinen eigenen internen Satz ein, die Rechnung bleibt dieselbe.

Der Grund für diese Tage ist kein Organisationsversagen, sondern eine Zuständigkeitsfrage. Ob eine Produktseite bleibt, mit einer zweiten verschmilzt oder ersatzlos verschwindet, kann keine Agentur entscheiden. Dahinter stehen Vertriebsargumente, Kundenversprechen und manchmal ein Gesellschafter mit einer Meinung. Aus unseren Projekten ist das der häufigste Verzögerungsgrund: nicht die Technik, sondern die offene Content-Entscheidung, auf die alles Weitere wartet. Wer diese Tage im Projektplan nicht reserviert, verschiebt am Ende den Go-Live.

Zur Ehrlichkeit gehört, wo wir selbst unbequem sind: Ich gebe dir keinen Fixpreis, bevor das URL-Inventar steht. Das macht mich in der Angebotsphase langsamer als Wettbewerber, die nach einem Telefonat eine Zahl schicken. Es ist der einzige Weg, eine Zahl zu nennen, die nach dem Kick-off noch gilt. Wie ein Projekt bei uns danach abläuft, steht offen im Prozessbericht vom Pitch zum Go-Live.

Das Delta: was der Umzug gegenüber einem Neubau tatsächlich kostet

Jetzt die Rechnung, die in keinem der geprüften Artikel steht. Die sechs Posten summieren sich im Referenzfall auf 17 bis 38 Personentage Agenturaufwand. Diese Tage sind reiner Aufschlag. Sie kommen zu jedem Posten hinzu, den auch ein Neubau hat, und sie ersetzen keinen einzigen davon. Multipliziere sie mit dem Tagessatz, der dir angeboten wird, und du hast den Mindestbetrag, den der Umzug in deinem Angebot ausmachen muss. Findest du diesen Betrag dort nicht wieder, ist er nicht kalkuliert.

Ein Teil davon ist reine SEO-Arbeit, und diesen Anteil weisen wir im Angebot als eigene Position aus, damit er prüfbar und verhandelbar wird. Der ganze Umzug ist aber größer als seine SEO-Hälfte: Datenmigration, Parallelbetrieb, Abschaltung und Schulung sind vier Posten, die mit Sichtbarkeit nichts zu tun haben und trotzdem bezahlt werden müssen.

Drei Größen treiben diesen Aufschlag, und du kannst sie vor dem ersten Agenturgespräch selbst erheben. Erstens die URL-Zahl im Inventar, nicht die Seitenzahl im Menü. Zweitens der Typ des Altsystems: Ein sauber gepflegtes WordPress migriert schneller als eine TYPO3-Installation mit zwölf Jahren Erweiterungshistorie. Drittens die Zahl der Redakteure und Freigabeberechtigten, denn sie bestimmt Schulungs- und Abstimmungsaufwand.

Damit lässt sich die Ersparnis-Behauptung sauber auflösen. Sie stimmt, wenn die URL-Struktur unverändert bleibt und nur Erscheinungsbild und Technik ausgetauscht werden. Dann entfallen Redirect-Map und ein großer Teil der Inventur, und das Projekt ist tatsächlich billiger als ein Neubau. Sie stimmt nicht, sobald sich die Informationsarchitektur ändert. Ein modernes CMS und sauber strukturierte Inhalte helfen dir dann zwar bei der Datenmigration, sie ersparen dir aber weder Inventur noch Redirect-Map. Dann kaufst du einen Neubau und einen Umzug, und die Ersparnis kehrt sich um.

Wo diese Schätzung bricht, sage ich dazu: Bei mehrsprachigen Websites vervielfacht sich die Redirect-Map mit jeder Sprachversion, und die Sprachverknüpfungen kommen als eigener Prüfpunkt dazu. Hängt ein Shop oder ein Kundenportal an der Website, ist der Referenzfall oben nicht mehr die richtige Vorlage. Dann rechnen wir jeden Posten neu, statt einen Prozentsatz aufzuschlagen.

Merksatz: Ein Relaunch ist nur so lange günstiger als ein Neubau, wie die URLs bleiben. Deshalb ist die Frage nach der URL-Strategie die erste, die in einem Relaunch-Gespräch fallen muss. Sie entscheidet über den Preis, bevor irgendjemand über Design spricht. Wenn du die Gegenseite kennen willst: Hier steht, was ein Neubau kostet, und dort fehlt der Umzug aus gutem Grund.

Was dich jeder fehlende Posten später kostet

Vier der sechs Posten fehlen besonders häufig. Sie verschwinden nicht dadurch, dass sie im Angebot nicht auftauchen. Sie tauchen später auf, unter Zeitdruck und meist teurer. Was dich das Fehlen kostet, steht hinter jedem der vier.

Fehlt die Redirect-Map, entsteht sie trotzdem, nur nach dem Go-Live und in der Woche, in der die Anfragen einbrechen. Nacharbeit unter Zeitdruck ist der teuerste Modus dieser drei bis sechs Personentage, und der Sichtbarkeitsverlust dazwischen ist nicht rückholbar.

Steht die Content-Migration als Pauschale ohne Seiten- oder URL-Zahl, ist die Zahl geraten. Geratene Pauschalen werden nachverhandelt, sobald das Inventar steht, und diese Nachverhandlung führst du aus der schwächeren Position, weil das Projekt dann schon läuft.

Steht nirgends, wer die Content-Entscheidungen trifft, triffst du sie. Das sind die 6 bis 10 Personentage aus dem Abschnitt davor, unbezahlt und terminkritisch.

Fehlt der Abschalttermin des Altsystems, laufen Lizenzen und Hosting weiter. Bei einer TYPO3-Installation mit Wartungsvertrag summiert sich das über ein halbes Jahr auf einen vierstelligen Betrag für ein System, das niemand mehr aufruft.

Das ist nicht zwingend Absicht: Viele Angebote entstehen aus einer Vorlage für Neubauten, in der diese Positionen nie vorgesehen waren. Der Effekt bleibt derselbe, und er trifft dich nach dem Go-Live. Merksatz: Der Unterschied zwischen einem günstigen und einem teuren Relaunch liegt selten im Tagessatz, sondern darin, welche dieser vier Positionen überhaupt drinsteht. Wie wir das halten, steht auf der Leistungsseite zum Website-Relaunch.

Nächste Schritte

Wenn du gerade Angebote vergleichst, mach zwei Dinge vor dem nächsten Gespräch. Erstens: Lass dir die Zahl der URLs im aktuellen Bestand geben, nicht die Zahl der Seiten. Ein Crawl und ein Blick in die Search Console genügen. Zweitens: Frage jeden Anbieter, ob die URL-Struktur bleibt oder sich ändert, und lass dir die Antwort schriftlich geben. Diese eine Antwort erklärt den größten Teil der Preisunterschiede, die dich gerade irritieren.

Wenn du danach eine belastbare Zahl für deinen Fall brauchst: Wir machen die Bestandsaufnahme als eigenständigen Block, den du auch dann beauftragen kannst, wenn am Ende jemand anderes baut. Was darin enthalten ist, steht auf der Leistungsseite zum Website-Relaunch; wie wir Neubauten ohne Bestand kalkulieren, auf der Seite zur B2B-Website.

Und wenn du lieber direkt sprechen willst, statt Angebote gegeneinander zu halten: Termin für ein Erstgespräch buchen. Bring die URL-Zahl und den Namen deines Altsystems mit, dann wird aus dem Gespräch eine Rechnung statt einer Einschätzung.

Häufige Fragen

Ist ein Relaunch günstiger als eine komplett neue Website?
Nur in einem Fall: wenn die URL-Struktur unverändert bleibt und du ausschließlich Erscheinungsbild und Technik austauschst. Dann entfallen Redirect-Map und ein großer Teil der Content-Inventur. Sobald sich die Informationsarchitektur ändert, kaufst du einen Neubau plus einen Umzug, und der Umzug sind im Referenzfall 17 bis 38 zusätzliche Personentage. Die verbreitete Angabe von 30 bis 50 Prozent Ersparnis stammt von rheinspace.de (2026) und ist dort ausdrücklich an ein modernes CMS und strukturierte Inhalte geknüpft. Diese Bedingung beschreibt den Zustand deines Bestands, nicht das, was mit ihm geschieht.
Was kostet die Content-Migration beim Relaunch?
Trenne zwei Dinge. Die Entscheidung pro Seite, also die Content-Inventur, kostet bei rund 300 Bestandsseiten 4 bis 8 Personentage auf Agenturseite und noch einmal 6 bis 10 Personentage bei dir im Haus. Die technische Datenmigration aus WordPress oder TYPO3 kostet 5 bis 12 Personentage, weil HTML in strukturierten Text konvertiert werden muss. Das sind unsere Erfahrungswerte, keine Branchenzahlen. Zum Vergleich: webstarterpaket.de setzt für die Content-Migration 300 bis 800 € beim Freelancer und 500 bis 2.000 € bei der Agentur an (2026).
Was kostet ein 301-Redirect-Konzept?
Wir rechnen für die Redirect-Map 3 bis 6 Personentage bei einem Bestand von rund 300 Seiten. Der Treiber ist dabei nicht die Seitenzahl, sondern die URL-Zahl: Aus 300 Seiten werden im Inventar regelmäßig 800 bis 1.200 URLs, weil Paginierungen, Kategorie- und Tag-Archive, Medien-URLs und Parametervarianten dazukommen. Lass dir im Angebot deshalb immer die zugrunde gelegte URL-Zahl nennen. Fehlt sie, ist der Preis geraten.
Was kostet ein Website-Relaunch für den B2B-Mittelstand?
Bei uns liegt die Spanne zwischen 25.000 und 150.000 € netto, gestaffelt nach Relaunch-Typ. Ein Redesign auf gleicher URL-Struktur liegt am unteren Ende, eine Vollmigration mit neuer Informationsarchitektur am oberen. Die vollständige Staffelung samt der vorgelagerten Bestandsaufnahme und der Konzernstufe darüber steht offen auf unserer Leistungsseite zum Website-Relaunch. Der Umzug selbst kommt in dieser Rechnung obendrauf und nicht als Rabatt darunter.

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